KBS 437 - Die Hönnetalbahn: Bahnhöfe und Haltepunkte

Auf dieser Seite werden die einzelnen Bahnhöfe und Haltepunkte der Kursbuchstrecke 437 von Nord nach Süd vorgestellt. Beachten Sie, dass die eigentliche »Hönnetalbahn« korrekt nur den Abschnitt Menden-Neuenrade bezeichnet, die Kursbuchstrecke jedoch sämtliche Abschnitte der heute verkehrenden Regionalbahnlinie RB 54 Unna-Neuenrade umfasst. Der Abschnitt Menden-Fröndenberg liegt auf der Strecke der Iserlohner Bahn und der Nordabschnitt Fröndenberg-Unna ist generell namenslos, vereinzelt aber unter dem Begriff »Haarstrangbahn« zu finden.
Klicken Sie für weitere, vertiefende Informationen und Bilder auf das jeweilige Vorschaubild neben der Beschreibung oder den unterstrichenen Link im Textfeld. Bedarfshalte sind mit einem Δ- Symbol markiert.
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Endstation Bahnhof Unna
Nördliche Endstation der Regionalbahnlinie Hönnetal-Bahn ist der Bahnhof von Unna. Er liegt am Rande der Innenstadt der Kreisstadt Unna. Von der RB 54 aus besteht ein günstiger Umstieg in die Regionalbahnlinie RB 59 »Hellweg-Bahn« in Richtung Soest und Dortmund Hbf. Außerdem halten hier Züge der Regionalexpresslinien RE 7 »Rhein-Münsterland-Express« von Krefeld über Köln und Wuppertal nach Münster oder Rheine und RE 13 »Maas-Wupper-Express« von Hamm über Düsseldorf nach Venlo in den Niederlanden. Außerdem ist Unna Endstation der S-Bahnlinie S4 nach Dortmund-Lütgendortmund. Fernverkehr fährt planmäßig durch den kleinen Bahnhof durch.
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Haltepunkt Frömern
Frömern
ist ein Vorort der Stadt Fröndenberg, die dem Kreis Unna angehört. Das Dorf liegt am höchsten Punkt der Bahnstrecke Fröndenberg-Unna mitten auf dem
kleinen Höhenzug »Haarstrang«, einer Schichtstufe zwischen dem
Sauerland und dem Münsterland, der sich in West-Ost-Richtung von Dortmund bis
Büren zieht und Höhen bis 250m erreicht. Frömern war einst Kreuzungsbahnhof auf dem eingleisigen Streckenabschnitt. Das Bahnhofsgebäude wird heute privat bewohnt.
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Haltepunkt Ardey
Ardey ist der größte Vorort von
Fröndenberg / Ruhr. Dennoch wurde es im Radiosender L1VE in der Rubrik "Der allerbeste Ort" einmal folgendermaßen beschrieben: "Ardey
am Samstagnachmittag: Gemeindehaus zu, Stehcafé geschlossen, Bäcker zu,
Frittenbude zu... nur der Bahnübergang ist offen, der besitzt nämlich keine
Schranke!". Damit ist der Dorfcharakter Ardeys gut beschrieben. Hier werden schon morgens die Bürgersteige hochgeklappt. Aber ringsum in den Wäldern finden sich einige Relikte vergangener Zeiten, wie zum Beispiel die Zeche "Frohe Ansicht" oder die Burg Ardey, die im Artikel zu dieser Station ebenfalls betrachtet werden.
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Bahnhof Fröndenberg
/ Ruhr
Die
Stadt Fröndenberg/Ruhr liegt im Ruhrtal. Ist sie ehemaliger Industriestandort für
Papier, Draht und Ketten ist ist die Stadt nun eher Wohnstadt mit Einzelhandel. Bedeutende alte Gebäude
stehen über der Stadt.
Von der Hönnetal-Bahn besteht in Fröndenberg Anschluss zu den Regionalexpress-Linien RE 17 "Sauerland-Express" Hagen-Warburg-Kassel und RE 57 Dortmund - Winterberg. So gelangt man von hier aus recht schnell in die Mittel- und Oberzentren des Ruhrgebietes. Von der ost-west-verlaufenden "Oberen Ruhrtalbahn" zweigt die Strecke nach Unna und die Iserlohner Bahn nach Hemer ab, die die RB 54 bis Menden nutzt.
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Haltepunkt Bösperde
Bösperde
ist ein Gewerbe- und Wohnvorort von Menden, gehörend zum Märkischen Kreis.
Zwischen der Fröndenberger Ruhrbrücke und Menden ist die Bahnstrecke zweigleisig ausgebaut und
verläuft von nun an parallel zur Hönne, die bei
Bösperde in die Ruhr fließt und der ganzen Strecke ihren Namen gibt. Der Haltepunkt ist wie fast alle Stationen auf Mendener Stadtgebiet in einem schlechten Zustand und bietet eine unglaubliche Aufenthaltsqualität, soll aber bald saniert werden.
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Bahnhof Menden
(Sauerland)
Menden ist zugleich Schulstadt, Einkaufsstadt, großer Wohnort und nördliches Streckenende der eigentlichen »Hönnetalbahn«, also der Strecke an sich. Jeden Morgen gegen viertel vor Acht begrüßt die Stadt zahlreiche Schüler ihrer vier großen, weiterführenden
Schulen.
In Menden zweigt die stillgelegte »Iserlohner Bahn«, heute auch als »Oesetalbahn« bezeichnet, in Richtung Hemer und Iserlohn ab. Bis Hemer sind die Gleise noch intakt, dahinter abgebaut. Derzeit laufen Überlegungen zu einer Reaktivierung der Strecke (→ Artikel )
Der Bahnhof Menden belegt Platz 687 des Mytrainsim-Wettbewerbs der schönsten Bahnhöfe in NRW. Herzlichen Glückwunsch!
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Haltepunkt Menden
(Sauerland) Süd Δ
In nur zwei Kilometer Entfernung zum Mendener Bahnhof liegt die dritte Bahnstation auf dem Stadtgebiet. Der Haltepunkt Menden-Süd befindet sich inmitten des Industriegebiets Horlecke, wo der Bach Oese in die Hönne fließt. Es ist ein Bedarfshalt und sieht entsprechend den anderen Halten in Menden gepflegt und modern aus.
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Haltepunkt Lendringsen
Der
Haltepunkt, wie Frömern ebenfalls einmal Bahnhof gewesen, liegt eigentlich
nicht in Lendringsen, sondern im Mendener Vorort Hüingsen. Die Strecke ist zwar
hier Zweigleisig, aber nur eines davon wird von der Hönnetal-Bahn befahren. Das
andere Gleis ist das Industriegleis zum Kalkwerk, welches von Horlecke aus bis
nach Oberrödinghausen den Gleisen der Hönnetalbahn ein paar Kilometer folgt.
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Bahnhof Binolen
Binolen ist ein ganz kleiner Weiler. Neben nur ganz wenigen Häusern befindet sich hier aber der Hauptkreuzungsbahnhof der Hönnetalbahn. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof ist mit der Reckenhöhle eine der Tropfsteinhöhlen des verkarsteten Hönnetals zu besichtigen. Mit seinem romantischen Charme stellt der Landbahnhof eine besondere Station auf der Hönnetalbahn dar.
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Haltepunkt Volkringhausen Δ
Volkringhausen ist ein sehr kleines Dorf mitten im Hönnetal. Ein Res- taurant, eine Radarfalle am Ortseingang, ein paar Dutzend
Häuser und eine Natursteinbrücke über die Hönne. Hoch oben am Hang befindet sich ein ganz kleiner Bahnhaltepunkt, der zudem Bedarfshalt ist.
» Zum Artikel über den Haltepunkt Volkringhausen
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Haltepunkt Sanssouci
"Wie
heißt das Schloss in Potsdam? Denk an die Kneipe im Hönnetal!" Ein wirklich toller Tipp von meinem damaligen, alkoholabhängigen Geschichtslehrer. Immerhin wurde in Sanssouci der Bau der Hönnetal- bahn beschlossen und es besaß einst einen sehr wichtigen Verladebahnhof für Kalk. Davon ist heute nichts mehr zu sehen, aus dem Bahnhof wurde ein völlig zugewachsener Haltepunkt, der direkt am und teilweise schon auf dem Gelände des Kalkwerks liegt.
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Bahnhof Balve
Überregional
berühmt ist die Stadt für die "Balver Höhle". Wie schon unter 'Geographie' beschrieben,
ist das Hönnetal und Nordsauerland sehr höhlenreich. In dieser besonders
großen Höhle finden regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen statt.
Der
Bahnhof ist heute privat bewohnt. Das Empfangsgebäude ist spiegelverkehrt baugleich mit dem
in Neuenrade.
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Haltepunkt Garbeck
Garbecks
Haltepunkt liegt weit außerhalb der Ortschaft im oberen Hönnetal. Das alte Bahnhofsgebäude wird heute nach einem Brand als Jugendgästehaus genutzt. Im Sommer wird neben der Bahnstrecke campiert und am Lagerfeuer gesessen. Hier grüßen sogar die Lokführer mit dem Horn zurück, wenn Kinder vom Zeltplatz winken...
» Zum Artikel über den Haltepunkt Garbeck
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Haltepunkt Küntrop Δ
Wer
glaubt, in der Größe der Haltepunkte seit Garbeck, Sanssouci oder Binolen
keine Steigerung zu finden, hat sich hier getäuscht. Küntrop ist ein
Haltepunkt mitten im Feld. Wobei... so ganz stimmt dies nicht mehr. Das Dorf ist
zwar weit weg von der Station, dennoch hat sich ein Industriegebiet an die
Strecke ausgeweitet. So ganz einsam ist der Haltepunkt mit benachbartem Wohnhaus
also nicht mehr. Direkt benachbart zum Haltepunkt ist der Segelflugplatz, der sogar im Microsoft Flight-Simulator vorhanden ist.
» Zum Artikel über den Haltepunkt Küntrop |
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Endstation Bahnhof Neuenrade
Neuenrade ist die südliche Endstation
der Hönnetalbahn. Wobei ein Weiterbau nach Werdohl sicherlich sinnvoll gewesen
wäre, dort hätte es dann eine Anbindung an die Ruhr-Sieg-Strecke gegeben. Heute sorgt eine Buslinie für die entsprechende (und inzwischen sogar zeitlich passende) Anbindung.
In
Neuenrade entspringt die Hönne, die bis Fröndenberg parallel zur Eisenbahnstrecke herplätschert.
» Zum Artikel über den Bahnhof Neuenrade
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Nicht mehr existente Halte oder Bahnhöfe ohne Personenhalt

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Bahnhof Horlecke
In
Horlecke haben nie regulär Personenzüge gehalten. Hier findet die Übergabe von
Güterzügen aus dem Kalkwerk (Fa. Rheinkalk) in Oberrödinghausen statt. Von
hier starten die "Weißen Riesen" Richtung Ruhrgebiet. Interessant
für diesen Bahnhof ist, dass er komplett mit Formsignalen ausgerüstet ist -
der einzig verbliebene Bahnhof dieser Art auf der Hönnetalbahn. |
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Haltepunkt Oberrödinghausen Δ
Der direkt am Kalkwerk Oberrödinghausen gelegene Haltepunkt wurde 1987
geschlossen. Er taucht in keinen Listen mehr auf, hat keine Abkürzung der Betriebsstelle - dennoch ist er noch in Teilen erhalten. Noch heute lässt sich der Bahnsteig erkennen und das
Wartehäuschen steht auch noch. Fährt man von Binolen Richtung Lendringsen, findet man hinter einer Brücke zum Gelände des Werkes eine Bahnsteig- befestigung mit einem riesigen Busch. Dieser Busch erweist sich bei näherem Hinsehen als das alte, überwucherte Wartehäuschen aus Holz. Der Halt liegt benachbart zum Steinbruch Emil, wo in den Kriegs- jahren ein Hydrierwerk errichtet wurde, welches Kohle in Benzin wan- deln sollte. Für dessen Bau wurde der Haltepunkt zum Transport der Zwangsarbeiter benötigt. Durch die Lage auf dem Gelände der Firma Rheinkalk ist der Haltepunkt nicht öffentlich zugänglich.
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Haltepunkt Klusenstein Δ
Klusenstein ist der Haltepunkt, über den unter Fahrgästen, Eisenbahnfreunden und Bahnbundesamt am meisten diskutiert wurde, ist er doch wegen einer fehlenden Beleuchtungsanlage stillgelegt worden. Die Bahntrasse verläuft hier
unter einem Steilhang und über der Hönne. Zwischen Schiene und Fluss wurde
noch der Bahnsteig von Klusenstein gequetscht. Benannt ist der Haltepunkt nach
der Burg Klusenstein, die einige Meter oberhalb der Strecke steht. Zum Dorf
gehören nur maximal eine Handvoll Häuser, die Mühle Klusenstein und das
noch existierende Wartehäuschen am Haltepunkt.
» Zum Artikel über den Haltepunkt Klusenstein
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Haltepunkt Kessebüren
Die Station Kessebüren ist ein stillgelegter Halt auf dem Nordabschnitt Fröndenberg-Unna. Er bediente bis 1987 das kleine zu Unna gehörende Dorf und lag etwas außerhalb Richtung Frömern an der Brücke der Straße "Landwehr", die wiederum Richtung Frömern verläuft. Heute ist absolut nichts mehr davon zu sehen. Seit der Schließung 1987 und dem Abriss wurde hier mehrfach am Oberbau gearbeitet und die Erde umgegraben. |
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Haltepunkt Fröndenberg-West
Nur wenige hundert Meter westlich des Bahnhofs Fröndenberg befand sich an der Strecke Fröndenberg-Unna nach meinen vorliegenden Angaben bis 1964 ein kleiner Haltepunkt südlich der Ardeyer Straße an der heutigen Drahtfabrik. Eine Bahnsteigkante oder sonstige Indizien sind nicht mehr zu sehen. Das Gelände sowie das ehemalige anschließende Industriegleis sind überwachsen bzw. abgebaut. Lediglich ein kleiner Bahnübergang hinter den Fabrikhallen und einem Kleingarten markiert die Position. |
(c) Bilder, Text und Grafiken: S. Hellmann - www.mytrainsim.de |