
KBS 437 - Die Hönnetalbahn: Bahnhöfe und Haltepunkte
Bahnhof
Binolen - "EBIN"
Binolen ist eine der nördlichsten Ansammlungen von Häusern,
die zu Balve gehöt. Zu Binolen gehört ein Bauernhof, ein Wohnhaus, die große
Gaststätte "Haus Recke" mit der zugehörigen Reckenhöhle und eine
Kläranlage. Und ausgerechnet hier liegt der wichtigste Kreuzungsbahnhof der
Hönnetalbahn, ist er heute doch die einzig verbliebene Kreuzungsmöglichkeit auf der eigentlichen Hönnetalbahn südlich von Menden. Ein Bahnhof am Ende der Welt. Mitten im Karst finden sich hier zahlreiche typische
Elemente von Karstgebieten: Tropfsteinhöhlen, Bachschwinden und entsprechende
kalkreiche Böden mit spezieller Vegetation. Mehr zum Thema können Sie unter der Rubrik "Kalk" lesen, den Link finden Sie oben in der Subnavigation.

Zugkreuzung in Binolen. Es steigt aber keiner aus.
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Altes Bahnhofsgebäude
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Der Triebwagen fährt los - jetzt ist hier wieder eine Stunde Ruhe...
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Ein Schwätzchen ist immer drin - die Parkposition ist dafür ideal
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Der
Bahnhof Binolen liegt etwas nördlich vom eigentlichen Weiler. Es gibt
ein Ausweichgleis mit zwei Bahnsteigen. Ein Inselbahnsteig liegt mittig zwischen
den beiden Hönnetalbahngleisen. Ein altes Anschlussgleis zum Kalkwerk Horst
existiert noch, wird aber schon lange nicht mehr genutzt. Vorhanden ist noch die
alte Kalkverladung in Form von Betongerüsten. Das Empfangsgebäude wird heute
privat bewohnt bzw. genutzt von den Eisenbahnfreunden. Witzigerweise steht hier
das falsche Gebäude, da die Baupläne mit dem Empfangsgebäude von Lendringsen
vertauscht wurden, was erst nach Fertigstellung bemerkt wurde.
Ein
Güterschuppen existierte ebenfalls, wurde aber abgerissen. Ein Stellwerk ist
nicht erforderlich, sind die Weichen hier doch Rückfallweichen, welche nach
Überfahrt eines Zuges in ihren Aus- gangszustand automatisch umschwenken. So
kommt der Kreuzungs- bahnhof ohne Personal aus. Eine Sicherung gibt es zwar in
Form von Trapeztafeln, die das Einfahrsignal ersetzen, und Sperrsignale, die
jedoch im Normalbetrieb nur ein Kennlicht anzeigen. Bei Störungen zeigen sie
übliche Signalbilder zur freien Fahrt oder Halt. Eine Weiterfahrt von bzw.
Einfahrt nach Binolen muss vom Fahrdienstleiter in Horlecke über Funk genehmigt
werden. Die Züge halten übrigens hier immer links vom westlichen
Mittelbahnsteig, d.h. der nach Neuenrade fährt auf dem mittleren Gleis ein, der
nach Fröndenberg auf dem westlichen. Hier herrscht Linksverkehr. Der Stationspreis beträgt übrigens 2,95 Euro.
Die
beiden Bahnsteige sind aufgeschüttete Schotterhügel, die im Großteil
bewachsen sind. Zwei Übergänge, aus Holz und Beton, verbin- den die beiden
Bahnsteige mit dem Ausgang. |

Installation "Tunnelblick" - um voll immer Blick auf die Zugspitze |
Die Zeit scheint stehen geblieben, sind doch
Entwerter und Notrufsäule die einzigen modernen Geräte hier. Ebenso wie die
alten Neonöhrenlampen sind Uhr, Schilder und das alte Wartehaus aus Holz noch
vorhanden. Jederzeit könnte ein Schienenbus einfahren. Eine romantische Nebenstrecke, wenn nicht hier, wo sonst? Trotz des Bewuchs wirkt der
Bahnhof nicht ungepflegt. Vor allem das Gebäude wurde modernisiert. Dennoch
hält sich die Verkehrsdichte hier in Grenzen, es gibt sicherlich Stunden, an
denen weder aus dem einen, noch aus dem anderen Fahrgäste aussteigen. Zum Halt
gehört immer noch das Schwätzchen der Lokführer aus dem Führerstandsfenster
hinaus. Dass der Zug auch mal zwei Minuten später abfährt, stört hier keinen.
Zeit zum Aufholen gibt es genug. Wozu gibt es Bedarfshalte, die keiner
nutzt...
Direkt am Bahnsteig existiert seit Ende 2009 eine neue Installation mit dem Namen "Tunnelblick" von Alfons Blumenkamp. Durch ein Holzgestell blickt man genau auf das Portal des Binoler Tunnels und kann zur vollen Stunde sogar die Zugspitze sehen, wobei nicht der Berg gemeint ist....

Im schönsten Sonnenschein ist die Hönnetal-Bahn nach Neuenrade aus Fröndenberg kommend schon eingefahren...
(c) Bilder / Texte: Sebastian Hellmann, www.mytrainsim.de |