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Bahnfahrt vom alten ins neue Europa: Wien und Bratislava
Von Schlagobers, Sissi, dem Wurstelprater, Schnitzel, Kommissar Rex und maroden Plattenbauten

Sollten Sie in irgendeinem Quiz die Frage vorgesetzt bekommen, welche zwei Hauptstädte in Europa innerhalb einer Stunde mit einem Regionalzug erreichbar sind, dann können Sie voller Euphorie sagen "Ich weiß es!". Etwa 50 Kilometer liegen Wien, die Hauptstadt Österreichs, und Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei (auch unter dem Namen Pressburg bekannt) auseinander. In einem verlängerten Wochenende wurden beide Städte mit völlig unterschiedlicher Kultur und Geschichte besucht.

Flugzeug Blick auf ein Flusstal

Im Airbus irgendwo über einem Flusstal in Mitteldeutschland

Flugzeug mit Wolken

Die dicken Wolken werden durchbrochen - jetzt scheint die Sonne

Samstag früh gegen Sechs beginnt das Check-In am Flughafen Köln / Bonn, wenig später erhebt sich der silber-gelb-rote Flieger in die dicke, so undurchdringlich scheinende Wolkensuppe. Die Stewards und Stewardessen führen ihre Gestik zur Erläuterung der Sicherheitshinweise durch. Mit meinen langen Beinen sitze ich in der etwas breiteren Reihe des Notausgangs am Fenster und kann wunderbar nach draußen schauen. Kurze Zeit später durchbrechen wir die Wolkendecke und können bei schönstem aufgehendem Sonnenschein auf die wundersame weiße Welt blicken, die Deutschland so dicht verhüllt und von unten völlig dunkel und trist aussieht. Man kann Fliegen wegen des unglaublich hohen Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid verteufeln - aber die weiße Märchenwelt muss man gesehen haben. Man schenkt Kaffee aus. Nur eine Stunde später heißt es wieder, sich anzuschnallen und technische Geräte auszuschalten. Wir befinden uns im Landeanflug auf Vienna International und haben den Luftraum Österreichs lange erreicht.

Zwei Wege führen vom Flughafen über die Schiene zur Innenstadt. Zum einen der CAT, der CityAirportTrain, der die Strecke nonstop in 16 Minuten fährt. Günstiger ist jedoch die S-Bahn der ÖBB, die allerdings eine halbe Stunde benötigt. Meine Mitbegleiter und ich kaufen im Tarifgebiet der Innenstadt ein günstiges 72-Stunden-Wienticket, das für den gesamten Nahverkehr im Stadtgebiet gilt. Autos braucht man hier bei dem dichten Netz an U- und S-Bahnlinien wahrlich nicht. Das Basislager übers Wochenende, das Hotel, liegt im Ortsteil Meidling zwischen Innenstadt und Schloss Schönbrunn.

Wien ist - wie gesagt - die Hauptstadt unseres österreichischen Nachbarstaates und hat etwa 1,6 Millionen Einwohner. Nach der Belagerung der Osmanen wurde die Stadt im 17. und 18. Jahrhundert im Barockstil wiederaufgebaut. 1804 entstand nach Auflösung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nationen das Kaisertum Österreich, von dem Wien die Hauptstadt wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Wien ähnlich wie Berlin eine Viersektorenstadt. Die Besatzungszonen blieben allerdings nur bis 1955 erhalten. Heute ist Wien ein offizieller Sitz der Vereinten Nationen (UNO), der OPEC und der Atomaufsichtsbehörde IAEO.

Naturhistorisches Museum NHMW Wien

Naturhistorisches Museum NHMW an der Hofburg

Wiener Hofburg

Wiener Hofburg

Pestsäule Wien

Pestsäule in der Graben-Straße / Innenstadt

Stephansdom Wien

Buntes Dach am Wiener Stephansdom

Schloss Schönbrunn Wien

Schloss Schönbrunn von der Gloriette aus gesehen

Schloss Schönbrunn in Wien mit Fiaker

Schloss Schönbrunn mit Fiaker

.Panorama Schloss Schönbrunn
Panoramabild vom Schloss Schönbrunn Wien mit Schlossgarten

von Schloss Schönbrunn geht´s - an der "Gloriette" zuvor mit einem "Braunen", der einem deutschen Kaffee entspricht und grundsätzlich mit einem Glas Wasser angeboten wird, gestärkt - zum Wurstelprater. Es ist die offizielle Bezeichnung für das, was der Resteuropäer meist als "Prater" bezeichnet, wobei Prater eine Auenlandschaft bezeichnet, von der der berühmte Vergnügungspark nur ein kleiner Teil ausmacht. Bekanntestes Objekt dieses Parks ist sicherlich das 1897 gebaute und damit zur Zeit des Besuchs 112 Jahre alte Riesenrad. Es besteht heute aus 15 Holzgondeln. Der Eintritt ist mit 8,50 Euro pro Person relativ hoch, eine Umdrehung dauert allerdings auch seine Zeit. Von oben hat man einen weiten Blick über den Prater, die Innenstadt und das Donautal. Einige Gondeln können übrigens privat für ein Abendessen beispielsweise gemietet werden. Es diniert sich dann bei langsamer Umdrehung im Kerzenschein - Nachschub gibt es allerdings immer nur alle halbe Stunde, wenn die Gondel mal wieder unten ist. Eine Stunde kostet etwa 250 Euro.

Der übrige Freizeitpark ist vergleichbar mit einer Kirmes, bietet viele Fressbuden, Achterbahnen und zahlreiche Möglichkeiten, das eben gegessene schnell wieder loszuwerden. Wenn man es denn übertreiben würde.

Riesenrad im Prater Wien

Gondeln 12 und 14 im berühmten Wiener Riesenrad

Riesenrad im Prater in Wien

Riesenrad auf dem "Wurstelprater"

Riesenrad im Prater in Wien

Es dämmert langsam...

Wurstelprater mit Riesenrad

Bei Nacht ist das über 100 Jahre alte Fahrgeschäft beleuchtet

riesenrad Wien

Ausblick aus einer Gondel des Riesenrades

Stephansdom Wien

Stephansdom von Wien vom Riesenrad aus gesehen

Österreichisches Parlament Wien

Parlament von Österreich in Wien mit Fiaker

Schmetterling

Schmetterling im Schmetterlingshaus an der Wiener Hofburg

Schmetterlingshaus Wien

Schmetterlings- und Palmenhaus

Bundeskanzleramt Wien

Bundeskanzleramt

Neben dem Prater bzw. dem Wurstelprater gibt es ein zweites Vergnügungsgebiet. Es heißt "Donauinsel" und liegt auf einer langgezogenen Insel zwischen der Donau und der "Neuen Donau" und damit genau zwischen dem Stadtzentrum mit dem Prater und dem Hochhausstadtteil "Donau City" bzw. "UNO-City". Über Geschmack lässt sich streiten, die Wiener tun dies übrigens auch.

UNO-City Wien

Hochhäuser in der UNO-City

UNO-City in Wien

UNO-City auf der östlichen Donauseite

Vergnügen am Wasser an der Donauinsel

Wien

Wiens Gassen bei Nacht

Secession in Wien

Secessionsgebäude am Karlsplatz

Operntoilette in Wien

Toilette mit lauter Opernmusik (Nein, die Frau gehört nicht zu uns)

Es war zwar offiziell nicht Planung der Reise, aber mich lässt die Möglichkeit zur Fahrt nach Bratislava nicht in Ruhe. Am Vortag habe ich herausgefunden, dass es eine Bahnlinie vom Südbahnhof direkt nach Bratislava gibt. Ein Euregio-Ticket für 14 Euro für Hin- und Rückfahrt ist ein unschlagbar günstiger Preis. Aber ich bin irgendwie der einzige, der da hingefahren wäre...

"Von mir aus kannst du auch nach Bratislava fahren, wir kommen dann aber nicht mit...!" Hm. Warum eigentlich nicht - so oft ist man nicht hier. Noch ein halber Tag Bedenkzeit und das Ticket ist gekauft. Jetzt fehlt nur noch der Fahrplan und ein Stadtplan. Mit dem Wissen, dass man in Österreich aus Höflichkeit wohl eine Bitte nicht direkt ausspricht (statt "Können Sie mir mal bitte eine Zugverbindung raussuchen?" besser: "ich frage mich, wie ich mit dem Zug nach Bratislava komme"), versuche ich mein Glück an der Rezeption des Hotels. Nachdem der Rezeptionist noch nie die Internetseite der ÖBB bedient hat und versucht, Abfahrtszeiten über Google zu finden, überlässt er mir bereitwillig den Rechner. "Haben Sie so etwas schon einmal gemacht?" Reiseführer über die Stadt sind mir für einen Kurzbesuch zu teuer. So kommt bald darauf ein GoogleMaps-Stadtplan mit den wichtigsten Straßen aus dem Drucker. Die Fahrtzeiten werden auf Schmierpapier gekritzelt.

Zunächst beginnt der Exkurs am Bahnhof Meidling mit einem verspäteten E-Talent der ÖBB, mit dem ich bis zum Südbahnhof fahre. Um 10:05 Uhr gehts von Wien-Südbahnhof (Ost) mit dem REX, dem österreichischen Regionalexpress, etwa eine Stunde lang über Bruck an der Leitha und Parndorf, nahe am Neusiedler See, Richtung Slowakei. Noch nie war ich bisher in diesem Land. Immerhin braucht man zur Einreise nur den Personalausweis. Seit sechs Monaten ist der Euro gültige Währung.

ÖBB Taurus in Bratislava-Petržalka

REX in Bratislava-Petržalka

Bratislava-Petržalka

Mächtige Diesellok wartet am Grenzbahnhof auf Einsätze

Der REX ist ein lokgezogener Doppelstockzug, dessen Wagen ein flinkes Wiesel auf der Seite zeigen. Er ist mäßig gefüllt, überhaupt nicht zu vergleichen mit unserem Nordrhein-Westfalen-Express. Er ist sauber und fährt sehr angenehm. Endstation des REX ist Bratislava-Petržalka, bereits das erste Wort, bei dem sich westfälische Zungen beim Lesen bzw. Aussprechen verknoten würden. Man spricht es wohl "Petrischalka" aus. Und Schalke kennen wir hier in NRW ja auch, das kann man schon eher aussprechen (von wollen kann keine Rede sein). Kaum zwei Kilometer entfernt ist die Grenze nach Österreich, und doch ist es eine andere Welt. Das erste, was man im Zug vom Grenzübertritt merkt, ist, dass sich das Mobiltelefon in ein fremdes Netz einloggt. "T-Mobile SK" heißt es jetzt im Display. Der Bahnhof Petržalka liegt weit außerhalb des eigentlichen Stadtzentrums von Pressburg auf der westlichen Donauseite. Rund zweieinhalb Kilometer Fußmarsch sind zu bewältigen. Ich stoße auf ein Straßenschild mit dreimaliger Aufschrift "Dodržujte bezpeçnost!". Ohne slowakische Sprachkenntnisse hätte dort genau so gut chinesisch stehen können. Möglicherweise heißt es ja "Fußweg zur Altstadt", daher folge ich dem Weg unter der maroden Betonbrücke hindurch Richtung Osten, der Stadtmitte entgegen. Die Richtung stimmt nach meiner Karte und groben Orientierung schon. Das Schild sagt übrigens einfach nur dreimal "Beachte die Sicherheit". Für Fußgänger, Radfahrer und Inlineskater. Der Weg führt durch eine Plattenbausiedlung, wie man sie sich kurz nach der Wende in der DDR vorstellen würde. Brüchiger Putz, typischerweise große Betonplatten als Platz oder Straße, wo das Unkraut an den Rändern hervorkommt, verblichene Farben, maroder Beton und verrostete Spielgeräte für Kinder. Dazwischen immer mal eine frisch gestrichene Mauer und neue Dachziegel oder Pflastersteine auf dem Boden. Und nirgendwo eine Menschenseele.

Bratislava-Petržalka Schilder

"Dodržujte bezpeçnost!" heißt nicht "Fußweg zur Altstadt".

Bratislava-Petržalka Hochhäuser

Hochhaussiedlung Petržalka

Bratislava-Petržalka Hochhäuser

Bröckelnder Putz, blasse Farbe - aber Blühpflanzen am Mast

Bratislava-Petržalka Hochhäuser

Und nirgendwo eine Menschenseele.

Zunächst muss eine Autobahn überquert werden - dazu gibt es ein paar hundert Meter westlich eine Straßenbrücke - und die Donau. Zu diesem Zweck steht hier die "Nový Most", die "Neue Brücke". Es ist eine große Schrägseilbrücke mit Straße oben und Fußgängerwegen unten. Der Fußgängerweg ist allerding nicht ausgeschildert, wurde nur auf gut Glück gefunden, so dass ich schon die Sorge hatte, einen Riesenumweg zur nächsten Brücke laufen zu müssen. Dem Doppelpylon, der die Seile der Brücke trägt, ist ein Restaurant in Form eines UFOs aufgesetzt. Und schließlich bin ich am Ziel. Pause. Ich hatte mir genügend Proviant mitgenommen und am Bahnhof Meidling noch zwei Wurschtsemmeln (Brötchenunterseite - etwa 10 Scheiben Schinkenwurst - Brötchenoberseite) gekauft, um nicht mit meinen geringfügigen bis nicht vorhandenen Slowakisch-Kenntnissen Essen bestellen zu müssen. Hoch über der Stadt steht die Burg Bratislava. Ein Schild weist nach "HRAD" und ich gehe davon aus, dass es eben zu dieser Burg führt. Tatsache, nur eine Straßenecke weiter steht auf einem ähnlichen Schild "Castle" darunter, das englische Wort für Burg - außerdem ein kleines, blaues Piktogramm mit dem Abbild einer Burg.

Bratislava Straßenbahn

Eine Tram fährt entlang der Donau

Bratislava Burg

Burg von Bratislava über der Donau

Bratislava

Ein Schild in englischer Sprache weist links zur "Castle"

Bratislava Gassen

Steile Gassen sind zu erklimmen

Bratislava / Pressburg

Aussicht von der Burg auf Bratislava / Pressburg

Bratislava Hochhäuser

Hochhaussiedlung Petržalka auf der anderen Donauseite

Bratislava Novy Most

Nový Most mit dem UFO-Restaurant auf den Pylonen

Bratislava

Die Altstadt sieht freundlicher aus

Bratislava  Burg

Nicht ganz zweckmäßiges Tor an der Burg...

Bratislava

Skulptur am Ende des "Hviezdoslavovo námestie" (Platz)

Enge Gässchen bergauf müssen bestiegen werden, oben steht ein Schild "Apfelstrudel und Kaffee" an einem Café. Die Burg wird gerade renoviert und ist daher leider eingerüstet, aber dass das ein wahres Schmuckstück wird, ist jetzt schon abzusehen. Vom Plateau unterhalb der Burg (man muss hier übrigens keinerlei Eintritt bezahlen) hat man einen sehr guten Blick über die Altstadt, die Donau und die Plattenbausiedlung am Bahnhof Petržalka, wo ich eben hergekommen bin. Zu Fuß geht´s wenig später wieder bergab in die eigentliche Innenstadt.

Die Stadt besteht aus engen Gässchen, die größtenteils Fußgängern vorbehalten sind. Vorbei am Michalska brána, dem Michaelistor, geht es zum Hlavné Námestie, dem zentralen Marktplatz am Rathaus (Radnica). Die Häuser und Straßen sind schön renoviert und in einem spitzenmäßigen Zustand, wenn auch hier und dort inmitten der vor Schönheit blendenden Häusern kleine Ruinen stehen. Rings um den Marktplatz stehen kleine, gleich aussehende Buden, die allerlei Souveniers verkaufen. In der Mitte steht ein großer Brunnen. Etwas südlich befindet sich an einem weiteren Platz das Slovenské národné divadlo, das Slowakische Nationaltheater.

Bratislava Stadtmitte

Straße "Ventúrska"

Bratislava  Michaelistor

"Michalská brána", das Michaelistor

Bratislava Hauptplatz

"Hlavné námestie" - Hauptplatz am Rathaus

Bratislava Nationaltheater

Slovenské národné divadlo, das Slovakische Nationaltheater

Bratislava Innenstadt und Burg

Auch in der schönen Innenstadt gibt´s baufällige Eckchen

Bratislava Touristenzug

Kleiner Touristenzug mit Burg im Hintergrund

Bratislava Baustelle Bratislava  Gassen

Von hier aus erstreckt sich der lange, promenadenartige Platz namens Hviezdoslavovo námestie bis zur St. Martins-Kirche, wo die Neue Brücke endet und wo ich vorhin angekommen war. Es ist allerdings noch etwas zu früh, schon zurückzugehen. Daher flaniere ich noch eine gewisse Zeit durch die kleinen Gässchen. Verlässt man den pieksauberen Innenstadtkern, wird die Dichte der heruntergekommenen Häuser größer. Hier sind die renovierten eher die Ausnahme. Es gibt noch viel zu tun. Wäre man hier allerdings vor zehn Jahren angekommen...

Am Zentralen Omnibusbahnhof, der unter der Brücke am Nordufer liegt, finde ich völlig irritierende Linienpläne und mit den Zielen auf den Busfahrplänen kann ich auch nicht viel anfangen. Wenn ich einen Plan richtig verstanden habe, würde in einer halben Stunde ein Bus zu meinem Bahnhof von Petržalka fahren.

Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht. Aber innerhalb einer halben Stunde bin ich auch zu Fuß dort. Für den Rückweg brauche ich keine Brücken zu suchen und weiß, wo ich herzulaufen habe. Der Bus kommt gleichzeitig mit mir am Bahnhof an. Ich stehe in der Halle und warte auf meine Regionalbahn nach Wien-Südbahnhof, da werde ich angesprochen. "Do you speak English?" Ein Mann fragt mich, wie er nach Wien kommt. Komisch, zu Hause sprechen mich auch immer alle an, hier im Ausland genau so. Über mehr als die Verbindung in die Nachbarhauptstadt hätte ich eh nicht Auskunft geben können. Sein Glück sozusagen. Angesichts der leeren Wasserflasche muss ich übrigens doch noch dazu übergehen, an einem Kiosk eine Flasche Wasser zu kaufen. Nochmals Glück, der Verkäufer spricht gebrochenes Deutsch und versteht so meinen Wunsch. Die einstöckige Regionalbahn fährt einige Minuten länger nach Wien. Etwas mehr als eine Stunde später steige ich auch wieder dort aus, wo ich Straßenschilder und Menschen verstehen kann.

Am nächsten Tag heißt es von Wien Abschied zu nehmen. Der Flieger hebt nachmittags gegen vier Uhr ab. Zuvor wird für die Daheimgebliebenen noch eine kitschige, vergoldete Sissi-Tasse in einem Souvenierladen erstanden. Die Fahrt zum Flughafen erfolgt diesmal mit dem CAT, was den Vorteil hat, dass das Gepäck in der Innenstadt bereits am Morgen aufgegeben werden kann. Das ist im Bahnpreis inklusive. Der Zug ist recht luxuriös mit Ledersitzen und Unterhaltungsmonitoren. Eine Viertelstunde später ist die Fahrt bereits vorbei. Der Flieger wird geentert, das Wetter ist schön, die Wolken nur haufenweise vorhanden. So hat man einen guten Blick auf den Erdboden mit seinen winzigen Häusern, Flüsschen und Autos...

CAT CityAirportTrain Wien Innenraum des CAT

Am Flughafen Köln / Bonn muss man sich eine Stunde später wieder an die hochdeutsche Sprache gewöhnen, dann geht es quer durch NRW wieder mit der Bahn nach Hause. Und jetzt heißt es beim Eisbestellen wieder "Schlagsahne", sonst wird man komisch angeschaut...!

Sebi abroad - demnächst vielleicht auch in Ihrer Nähe!

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