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Nahverkehr in NRW: Teil 17 - RB 51: Die Westmünsterland-Bahn

Die Westmünsterland-Bahn ist eine etwa 100 Kilometer lange Regionalbahnlinie zwischen Dortmund und Enschede in den Niederlanden.

Sie nutzt die gleichnamige Bahnstrecke (KBS 412), die von Dortmund aus dem Ruhrgebiet durch das westliche Münsterland bis an die Landesgrenze von NRW und der Bundesrepublik führt. Dort überschreitet die Linie die Staatsgrenze bei Gronau, um einige Kilometer weiter in den Niederlanden in Enschede am Puffer zu enden. In dem Land, aus dem die lekker Matjes kommen, wo die Leute die besten Pommes bruzzeln und wo die ganzen Bloemkes gibt. Wo Bodenwellen "Drempels" heißen und an vielen Kreuzungen Radarfallen stehen.

Betrieben wird die Linie der Westmünsterland-Bahn von der Prignitzer Eisenbahngesellschaft (PEG), einem Eisenbahnunternehmen aus Putzlitz (Brandenburg) und 100 prozentige Tochter der Arriva Deutschland GmbH. Die PEG fährt auf der Linie RB 51 mit blau-weiß-roten Talent (= Talbot leichter Niederflurtriebwagen) der Baureihe 643, teilweise in Doppel- traktion. Ein Schriftzug am Fahrzeug wirbt damit, dass die Züge mit Bio- diesel fahren. Bevor die PEG die Strecke übernahm, fuhr die DB hier mit Triebwagen der Baureihe 624 - unbeliebt für ihre Türen und den Fahr- komfort. Einzig die Sitzpolster bleiben vielen noch lange in Erinnerung. Etwas bequemeres gab es nie wieder.

Die Strecke selbst wurde in Abschnitten zwischen 1874 und 1875 von der Dortmund-Gronau-Enscheder Eisenbahngesellschaft (DGE) fertiggestellt.

Ab 2011 wechselt auf der Westmünsterlandbahn wieder der Betreiber. Dann übernimmt DB-Regio Westfalen die Regie.

Karte der Westmünsterlandbahn

Zwischen Dortmund und Lünen teilt sich die Prignitzer Eisenbahn die Trasse mit der eurobahn, die hier als RB 50 "Der Lüner" von Dortmund nach Münster fährt. Ein Verstärkerzug zwischen Dortmund und Lünen wird ebenfalls von der PEG getragen. Offiziell wird dieser Verstärker auch als "Westmünsterland-Bahn" geführt, inoffiziell trägt er jedoch den Namen "Kleiner Lüner".

Prolog: Die Geographie

Dieser Prolog fällt kurz aus. Vom Ruhrgebiet aus schlängelt sich die Strecke durch das westliche Münsterland. Sie überschreitet die Lippe in Lünen und den Dortmund-Ems-Kanal zwischen Lüdinghausen und Dülmen. Das Münsterland ist flach bzw. nur leicht hügelig und geprägt von Ackerwirtschaft.

Exkursion: Zweisprachig von Dortmund nach Enschede

Zwei Tage lang sollte das Wetter nun nach vier wochen Dauerbewölkung und Regenschauern endlich stabil sein. Am ersten von beiden stand die Uni auf dem Plan. Blieb also der zweite, ein Freitag Ende Juli. Schon bei den Planungen wurde schnell deutlich, dass ein größerer Teil dank Baustellen mit dem Bus abgefahren werden muss. Doch dazu später mehr. Auffällig ist eine lange Anfahrt nach Enschede sowie eine komplizierte Rückfahrt, weshalb morgens eine zeitige Abfahrt geplant wurde.

Auf geht´s ins Gebiet der WDR-Lokalzeit Nordöstliches Westmünsterland. Um 05:45 ist die Nacht zu ende - schon um 06:56 komme ich in Unna an. Erster Adrenalinschub durch knappe Planung: Die Umsteigezeit zwischen Hönnetal- und Hellwegbahn beträgt genau eine Minute. Das fatale an der Sache: Hat die Hellwegbahn wiederum Verspätung, wird´s in Dortmund nichts mit dem Anschluss. Die RB59 kommt gerade, als ich die Treppen aus der Unterführung hochflitze. Das erste potenzielle Hindernis wäre abgehakt. Das zweite kommt bald: In Dortmund soll ich laut Plan um 07:21 sein. Um '29 fährt der Bus des Schienenersatzverkehrs nach Lünen. Verpasse ich den, hab ich mehr als eine Stunde ungeplanten Aufenthalt in Lünen. Und die Hellwegbahn (das war noch zu Zeiten vor der eurobahn) hat IMMER ein paar Minuten. Um '25 kommen wir an. Ich renn ein paar Leute fast um, springe über Koffer. In der Unterführung rufen zwei Menschen "Zeit gratis!...Zeit gratis!" - Hey! Das kommt wie gerufen. Aber wie soll das gehen? Ich sehe gerade noch, dass die wohl die Zeitung meinen. Schade.

Vorm Bahnhof stehen zwei Busse mit der Aufschrift "SEV Lünen". Ich steige in den ersten und setz mich ganz vorne hin. Kurz darauf geht es los.

PEG-Talent in Dortmund Hbf

rot-weiß-blauer Talent der PEG in Dortmund Hbf

Emschertalbahn-Talent in Dortmund

Von den Nordbahnsteigen fährt auch die Emschertalbahn

Dortmund Hbf Bahnhofshalle

Dortmund Hauptbahnhof

Der Lünener nach Münster auf dem Gleis, von dem auch die Westmünsterlandbahn abfährt

Der Lünener nach Münster

Kopfbahnsteige in Dortmund

Im Kopfbahnhofsbereich starten die Sauerland-Netz-Linien

Doppelstockwagen des RE 11 an Gleis 11

RE 11 an Gleis 11

Kurz hinter Derne eilt ein Mann vorne zum Busfahrer "Halten Sie denn nicht in Derne?!" - "Nein, das hier ist der Schnellbus. Der andere, der in Dortmund hinter uns stand, hält an den Unterwegbahnhöfen!" Gut zu wissen. Von Schnellbus hab auch ich nichts gelesen. Aber ich wollte ja sowieso direkt bis Lünen. In einer Kurve fällt das einzige Fahrrad im Bus um. Der Besitzer stellt es wieder auf. Eine Kreuzung weiter liegt es wieder im Gang. Jetzt wird es bis zum Ziel liegen gelassen. Nach dem Motto "Tritt sich schon fest..."

In Lünen wacht die Stadt gerade auf. Noch ist am Hauptbahnhof der Hund begraben. Erst in zwanzig Minuten fährt die PEG nach Enschede. Was auch ein potenzieller dritter Bremser in der Planung gewesen wäre. Laut Plan hätte ich nur kurz vor der Abfahrt mit dem Bus ankommen dürfen. Vielleicht ist das die Ankunftszeit des anderen Busses? Es kommt mir jedenfalls sehr gelegen, viel zu früh anzukommen.

Der Streckenabschnitt Dortmund-Lünen wird unter der Linie RB50 "Der Lüner" näher betrachtet, doch im Folgenden vier Vorschaubilder:

Westmünsterland-Bahn in Kirchderne

RB 51 am Haltepunkt Kirchderne

Bahnhof Derne

Bahnhof Derne

Zeche Gneisenau in Derne

... direkt gelegen an der ehemaligen Zeche Gneisenau

Westmünsterland-Bahn im Preußenbahnhof

Westmünsterland-Bahn im Preußenbahnhof in Lünen-Horstmar

Zwanzig Minuten Zeit, den Bahnhof zu inspizieren. Lünen liegt direkt an der Lippe und im Kreis Unna - in dem war ich heute schon mal. Die Fußgängerzone führt über eine Stahlbrücke mit großen, blauen Bögen über den Fluss. Besonders stolz ist Lünen auf seine Persiluhr, die im Norden der Stadt auf einem kleinen Platz steht. Der Hauptbahnhof ist ein Keilbahnhof. In der Form eines Ypsilons zweigen von Süden aus Dortmund kommend die Strecken nach Gronau und nach Münster ab. Dabei ist die östliche nach Münster elektrifiziert und üblicherweise fährt hier auch Fernverkehr. Heute nicht - der wird wegen der Baustelle über Dülmen und Recklinghausen umgeleitet und hält nicht in Bochum und Dortmund. In der Mitte des Ypsilons steht das orangefarben angestrichene Empfangsgebäude. Zwischen den beiden Bahnsteigen im Osten und im Westen muss eine relativ lange Strecke gelaufen werden und die ein oder anderen wenig barrierefreien Treppen bestiegen werden. Wenn einer der vielen Rollstuhllifte mal nicht funktioniert....

Bahnhofsgebäude von Lünen Hbf

Empfangsgebäude von Lünen Hbf (Südseite)

Bahnsteig der Westmünsterlandbahn in Lünen Hbf

Der recht moderne Bahnsteig an der Strecke nach Enschede

Persiluhr in Lünen

Persiluhr am Ende der Fußgängerzone

Fußgängerbrücke über die Lippe in Lünen

Fußgängerbrücke über die Lippe

Fußgängerzone in Lünen

Fußgängerzone, hinten die Lippebrücke

Rathaus von Lünen

Rathaus der Stadt am Markt

Es trudeln langsam ein paar Leute ein. Lünen ist heute Endbahnhof, da alle Gleise nach Dortmund gesperrt sind - hier sind Bauarbeiten. Daher fahren auch nicht so viele Leute wie üblich mit dem Zug. Eben wird er doppelte Talent-Triebwagen bereitgestellt bzw. er fährt aus Richtung Enschede ein.

Die Talente der Prignitzer Eisenbahn sind freundlich gestaltet. Die Sitze sind dunkelblau und recht bequem. In den Mülleimern stecken Mülltüten. Sobald der Zug anrollt, erkennt man ein besonderes Feature dieser Linie: Die Haltestellenansagen sind bilingual, also in deutsch und niederländisch und - selten für private Eisenbahnverkehrsunternehmen in NRW - von einem Mann gesprochen. "Nächste Station: Bork (Westfalen). Het volgende station is Bork (Westfalen)" - im schönsten Dialekt. Bork lasse ich vorerst aus und fahre nach Selm.

Westmünsterland-Bahn in Selm

RB 51 im Bahnhof Selm: Heute ein kleiner Haltepunkt

Ganz schmaler Bahnsteig in Selm

Zugang über ein abgeschnittenes Gleis

Der Zugang erfolgt über ein meterlanges abgeschnittenes Gleis

Ein Stellwerker kurbelt Schranken herunter

Eine Telefonzelle steht vor dem Zugang zum Bahnsteig

Ein selten gewordenes Telefonhäuschen

Selm ist die nördlichste Stadt im Kreis Unna, dahinter schließt sich der Kreis Coesfeld an. An der Selmer Bahnstation stehen die Zeichen auf Rückbau. Es war offensichtlich einmal ein größerer Bahnhof. Heute ist es ein Haltepunkt. Direkt am Bahnübergang steht ein mechanisches Stellwerk. Von hier werden die Schranken heruntergelassen und Durchsagen gemacht. Ob noch von hier aus ein Streckenblock gesteuert wird, weiß ich nicht. Signale gibt es hier zumindest keine. Die Firma Raiffeisen hat eine größere Fläche am Bahnhalt überbaut.

Recht bekannt ist das immerhin fast 30.000 Einwohner starke Städtchen für das Schloss Cappenberg südlich des gleichnamigen Selmer Vorortes. Das Schlossgelände beherbergt das U-förmige Kerngebäude mit Theater und Museum, die Stiftskirche mitsamt kleinem, freistehenden Glockenturm und Pastoratsgebäude, einen alten unter Denkmalschutz stehenden Wasserturm und zwei Restaurationen. Den Eingang markieren zwei Torhäuser. Rings um das Schlossgelände verläuft bzw. verlief ein Wildpark. Noch heute grasen dort Rehe und Hirsche, aber er ist nach Vandalismus und dem Umgang einiger weniger (offenbar recht dämlicher) Besucher mit den Tieren nicht mehr öffentlich zugänglich gemacht. Innerhalb der Mauern ist das Schloss frei zugänglich für Besucher. Der Wasserturm kann gegen 50 Cent Automatengebühr bestiegen werden. Im Theater im Ostflügel finden regelmäßig Veranstaltungen statt, außerdem befindet sich im Hauptgebäude des Schlosses ein Museum des Kreises Unna. Die Anreise erfolgt mit dem ÖPNV am besten vom Hauptbahnhof Lünen aus. Vertiefende Informationen werden demnächst auf der Partnerseite Ruhrgebiet-Industriekultur.de gegeben.

Schloss Cappenberg Selm

Schloss Cappenberg bei Selm

Weinstube

Weinstube unterhalb des Wasserturmes

Schloss vom Wasserturm

Blick vom Wasserturm auf die Stiftskirche (mit Einzelturm vorne)

Blick nach Bergkamen

Braunkohlekraftwerk in Bergkamen

torhaus

Torhäuser von Cappenberg

Schloss Hauptgebäude

Markanter Mittelbau von weiter entfernten Wiesen und Feldern

Es geht mit der nächsten Westmünsterlandbahn zwei Stationen zurück - vorbei an Selm-Beifang nach Bork (Westf.)

Bahnhof Bork. Zwei Gleise, nur das hintere wird benutzt.

Bahnhof Bork - nur das hintere Gleis wird noch regulär befahren

Westmünsterland-Bahn Talent in Bork

Westmünsterland-Bahn in Bork

Bahnsteigzugang in Bork

Den Zugang regelt eine Schranke (versteckt)

Wartehäuser in Bork - auf dem Bahnhofsvorplatz

Wartehäuser abseits des Bahnsteigs

Der Bahnhof von Bork liegt weit abseits des eigentlichen Ortes an einem Gewerbegebiet. Viel los ist hier nicht. Ich war der einzige Aussteiger, ab und an fährt ein Auto vorbei. Weil es zum Ortskern zu Fuß in der kurzen Zeit zu weit ist, setze ich mich ein halbes Stündchen ins schattige Wartehaus und mache Kreuzworträtsel.

Ein junges Mädel nähert sich und macht sich am Fahrkartenautomat zu schaffen - ein Zeichen, dass die Abfahrtszeit näherrückt. Der Zug biegt um die Kurve und nimmt uns beide mit. Ausgestiegen ist wieder keiner. In Lüdinghausen kreuzen sich die Züge auf der eingleisigen Strecke. Es handelt sich hierbei um einen modernen Bahnsteig. Doch die Zeit zum Aussteigen ist knapp. Mein Zug hat etwas Zeitverzug und kann direkt weiterfahren, da der Gegenzug bereits im Bahnhof wartet. In meinen Vierer setzt sich eine ältere Frau mit dem T-Shirt mit der Aufschrift "Silicon valley". Entweder hat die einen gesunden Eigenhumor oder kann kein Englisch. Sie steigt mit mir an der nächsten Station auch schon wieder aus: in Lette (Kreis Coesfeld) - mein Lieblingshalt bei der ersten Exkursion zur Westmünsterlandbahn. Damals nur leider unter dicken Wolken...

Westmünsterland-Bahn in Lette

Talent der Prignitzer Eisenbahn verlässt Lette

Bahnhofsgebäude von Lette mit Formsignalen im Museumsgarten

Bahnhofsgebäude Lette mit Muesumsgarten

Ein alter Schrankenposten aus Fachwerk im Garten vom Eisenbahnmuseum Lette

Der Museumsgarten: Nachgebauter Schrankenposten 43

Prignitzer Eisenbahn in Lette

Man hält direkt neben dem Feld und darf hoch klettern.

Eine Kleinlok steht auf einem Abstellgleis in Lette. Davor blühen Blumen

Auch Loks, Waggons und einen Schienenbusbeiwagen gibt´s hier

Wartehalle auf dem Bahnsteig, im Hintergrund der Museumsgarten Lette mit den Schildern der Bahn

Wartehalle und der Museumsgarten

Westmünsterland-Bahn: Aus der Ferne nähert sich der Talent-Triebwagen dem Halt Lette

Bald nähert sich wieder der rot-weiß-blaue Talent

PEG-Talent auf der Westmünsterlandbahn in Lette (Kreis Coesfeld)

... um im Unkraut des Bahnhofs zum Stehen zu kommen

Der Bahnhof Lette liegt am Rande der Ortschaft. Direkt am Gleis grenzt ein Kornfeld an. Der Bahnhof ist aber sehr spannend, beinhaltet er doch ein kleines Eisenbahnmuseum. Das Museum an sich im Bahnhofsgebäude hat nur am ersten Sonntag im Monat geöffnet, dennoch kann man einige Exponate im Außengelände und in einem kleinen Garten bewundern. Ein Schienenbusbeiwagen und eine Reihe von Güterwagen stehen auf einem stillgelegten Abstellgleis. Formsignale, Nebenbahnschilder und ein Nachgebauter Schrankenposten stehen im Garten, dazwischen Arbeitsgeräte, Telegrafenleitungen und Achsen von Loks. Ein Apfelbaum wirft schon seine Früchte ab. Ich ergreife einen rot angehauchten Apfel am Ast - schon praktisch, wenn man so lang ist. Hätte ich´s mal gelassen. Die Äpfel brauchen noch ein paar Wochen Sonne und sind furchtbar sauer. Schon zwanzig Minuten später fährt der nächste Talent ein. Holla, die Waldfee - man muss hier ganz schön hoch klettern! Der Bahnsteig liegt nicht besonders hoch - immerhin gibt es eine Trittstufe. Mit dem Gegenzug geht es wieder eine Station zurück nach Dülmen.

Untere Ebene des Bahnhofs Dülmen. Zwei Züge am Bahnsteig, im Hintergrund Hochhäuser

In Dülmen begegnen sich die Haard-Bahnen der RB 42

Brücke statt Tunnel als Zubringer zum Bahnsteig in Dülmen

Statt Unterführung gibt es hier eine überdachte Brücke

Aufzug zur oberen Ebene, davor ein Zug der Haard-Bahn in Dülmen

Der Aufzug verbindet die untere mit der oberen Bahnhofsebene

Westmünsterland-Bahn in Dülmen

... wo die PEG an Gleis 31 hält.

Hier in Dülmen ist die Besonderheit, dass der Bahnhof auf zwei Ebenen liegt. Oben fährt die PEG von Dortmund nach Enschede, unten der RE 2 des Rhein-Haard-Expresses und die RB 42 der Haard-Bahn von Münster nach Mönchengladbach bzw. Essen, nahezu 90 Grad gekreuzt. Das Empfangsgebäude liegt im nordwestlichen Quadranten und verbindet über einen langen Fußgängertunnel, der zur Brücke über die Ost-West-Strecke wird, die beiden Bahnsteiganlagen. Soeben werden akribisch mit einem Feudel Spinnweben im Tunnel von der Decke entfernt. Ein älterer Mann scheint seine kommunikative Ader gefunden zu haben oder einfach Langeweile, denn er spricht jeden an und drängt ihm sein Gespräch auf. Auch ich komme nach der Reinigungskraft an die Reihe, verstecke mich aber hinter der Kamera. "Kommt heute was besonderes?". Schade. Hat nicht funktioniert. Kurze Erläuterung, was ich hier mache, dann muss aber sowieso los, da ich sonst den Gegenzug nach Coesfeld verpasse. Verpasst hätte ich ihn nicht, da eine Reisegruppe mit einem Dutzend Fahrrädern die Fahrradabteile im vorderen und hinteren Triebwagen belegt und entsprechende Zeit zum Einsteigen benötigt. Die Stimmung der Gruppe ist gut - man hat ein Partyfass mit Bier dabei. "Ah, eine Lokführerin! Gut, dass man sich auf Schienen nicht verfahren kann! Har har har!"

PEG-Talent fährt aus Coesfeld aus, vorbei am Formsignal

Prignitzer Eisenbahn in Coesfeld

Bahnhofsgebäude von Coesfeld mit pyramidenförmigem Brunnen vor der Türe

Coesfelds Empfangsgebäude

Endstation der Baumbergebahn in Coesfeld

Die Baumberge-Bahn nach Münster

Auch der blau-gelbe Triebwagen der Nordwestbahn steht in Coesfeld

Der Coesfelder der NWB nach Dorsten

"Bitte beachten Sie, dass der Zug in Coesfeld geteilt wird. Nur der vordere Teil fährt nach Enschede." - und das ganze nochmal auf niederländsich. Jubel bei der Gruppe Fahrradfahrern, die sich freut, den richtigen Zugteil gewählt zu haben. Die andere Hälfte mit der Gruppenleitung darf in Coesfeld mitsamt der Drahtesel aussteigen und vorne wieder einsteigen.

Coesfeld ist Kreisstadt des gleichnamigen Kreises mit dem Kennzeichen COE. Damit ist es eines der wenigen Kennzeichen im Land, mit denen man kein lustiges oder anderweitig sinnvolles Wort aufs Kennzeichen schreiben kann. Außer vielleicht COE-LN, würde man die Rheinstadt denn noch mit C schreiben. Coesfeld ist ein kleiner Umsteigeknoten. Von hier fährt die Baumbergebahn nach Münster und der Coesfelder nach Dorsten. Etwas anderes als Talent-Triebwagen gibt es hier nicht - wenn sie auch in unterschiedlichsten Farben vertreten sind. In Coesfeld stehen noch Formsignale. Hier hat man mit der PEG rund zehn Minuten Aufenthalt. Genügend Zeit für die Radler. Die Gruppe im vorderen feiert sich selbst und filmt und fotografiert die anderen beim Umsteigen. Um Punkt '01 schwingt der Flügel des Formsignals hoch - der Zug fährt an. Vorbei an Rosendahl-Holtwick, einem kleinen Haltepunkt am Rande eines Dorfes, und an Legden, geht es bis nach Ahaus.

Westmünsterlandbahn PEG-Talent in Ahaus

Der Bahnhof von Ahaus mit leichtem Moiré-Muster am Haus

Bahnhof Ahaus

Düster ist´s...

Eine Stadt, die sogar ein eigenes Lied hat! "Ahaus, in the middle of our street, Ahaus..." Sofern Sie nicht in der Gegend wohnen, kennen Sie den Ort vielleicht durch das Zwischenlager für atomare Brennelemente. "Bitte beachten Sie: Wegen einer Baustelle endet der Zug heute in Ahaus. Bitte benutzen Sie Richtung Gronau den Schienenersatzverkehr vom Bahnhofsvorplatz..." Tangiert mich aktuell noch nicht wirklich, aber ich schaue mir schonmal an, von wo die Busse fahren. Man kann nie wissen. Normalerweise hat man etwa drei Minuten Umsteigezeit. An anderer Stelle in NRW wäre eine solche Planung völlig chancenlos. Es gibt in Ahaus einen Haus- und einen Mittelbahnsteig. Ein Empfangsgebäude steht allerdings nicht mehr. Auch vom wohl ehemals einigermaßen groß dimensionierten Güterbahnhof gibt es nichts mehr. Immerhin hat der Bahnhof noch seine Formsignale behalten.

Es ist Abfahrtszeit. Ich beobachte noch, wie der Gegenbus des SEV aus Gronau ankommt. Einige Fahrgäste steigen aus, ebenso ein Zugbegleiter. Dummerweise ist es Punkt '41. Der Zugbegleiter drückt und zerrt noch - aber zu spät. Wir rollen los. Die Fahrgäste meckern, er schnappt sich sein Mobiltelefon. Aber was soll das bewirken? Wir rollen raus und sind weg. Ich fahre eine Station zurück bis nach Legden.

Bahnhof Legden an der Westmünsterlandbahn

Bahnhofsgebäude Legden

Holzfassade des Bahnhofs Legden

Gelegen mitten im Wald

Bahnsteig und Bahnhofsgebäude Legden

Ein kleines Kabuff für den Fahrdienstleiter

Im Hof des Bahnhofs Legden wacht ein Hund

Und der Schäferhund wacht im Schatten auf dem Hof.

Legdens Haltepunkt liegt außerhalb des Ortes in einem Wald, hat aber ein wunderschönes Bahnhofsgebäude und ist eine Blockstelle. Trotzdem es nur ein Gleis gibt, steht ein Form-Blocksignal in der Ausfahrt nach Dortmund sowie ein Signal in Gegenrichtung. Bedient werden diese sowie auch ein angrenzender Bahnübergang durch einen Fahrdienstleiter, der in einem kleinen Anbau des Bahnhofsgebäudes sitzt. Das Bahnhofs- gebäude selbst ist privat bewohnt und sehr gepflegt. Auf dem Vorplatz liegt ein Schäferhund in der Sonne und bewacht das Anwesen.

Jetzt sollte der Gegenzug kommen, sonst wird´s eng mit dem SEV. Er kommt nicht. Sogar der Fdl kommt aus seinem Kabuff und schaut in die Richtung, wo der VT herkommen sollte. Schließlich klingelt das Telefon, er kurbelt die Schranken des Bahnübergangs herunter und gibt freie Einfahrt. Mit fünf Minuten Zeitverzug kommt der Talent nun angefahren. In Ahaus sind wir zwei Minuten später, als der Bus abfahren würde. Dennoch wartet dieser. Mit dem Bus geht es durch die Stadt von Ahaus und - einer Straßenumleitung folgend - nach Epe und Gronau. Nach Epe wurde ich in Bork noch im Kreuzworträtsel gefragt - Westfälische Stadt mit 3 Buchstaben. Kommt immer gerne wieder vor. Alternativ das niederländische Pendant Ede. Viel mehr Zeit benötigen wir für den Weg auf der Straße als der Zug auf dieser Strecke fahren würde.

Bahnhof Gronau als Baustelle an der Westmünsterlandbahn

Gronau EG. Über diese Tür erreicht man den Bahnsteig

Unterführungen werden gebuddelt: Euregio-Bahn aus Münster

RB 64 aus Münster Hbf

In Gronau stellt sich der Bahnhof als Riesenbaustelle heraus. Brücken werden gegraben und neue KS-Signale stehen schon neben den alten, nostalgischen Formzeichen. Für Gronau will ich mir aber für später Zeit nehmen, zunächst geht es nach Enschede weiter. Ich folge einfach den anderen Reisenden, da ich selbst keinen Zugang zum Bahnsteig sehe. Am teilabgerissenen Empfangsgebäude steht eine Tür offen, auf die alle zustreben. Ich hielt die Tür für den Zugang zum Baustellenlager - tatsächlich liegt dahinter ein Ticketschalter der PEG und die Treppe zur Unterführung. Wirklich gut versteckt und unbeschildert. Wozu auch. Natürlich ist der reguläre Zug der Prignitzer Eisenbahn schon lange abgefahren. Glücklicherweise verkehrt zwischen Gronau und Enschede auch noch die RB 64 "Euregio-Bahn" von und nach Münster. Diese Regionalbahn wird von der DB-Regio NRW betrieben. Daher trifft man hier auf rote Talent, die mit dem Gruß "Dag Enschede - Hallo Münster" unterwegs sind. Gronau ist der letzte Bahnhof auf dem Staatsgebiet Deutschlands. Eigentlich endet hier der Geltungsbereich meines NRW-Tickets, dennoch gab es für die Strecke eine Sondererlaubnis bis Enschede. Soweit ich weiß, ist das heute nicht mehr so. Und Semesterticket NRW ist nicht (!) mit dem NRW-Tarif gleichzusetzen, der auf dieser Verbindung gilt. Wer auch immer das geplant hat...

Der letzte Abschnitt der Exkursion führt also in die Niederlande. Die Strecke zwischen Gronau und Enschede wurde im September 1981 stillgelegt. Eine Kooperation zwischen den beiden Staaten führte aber zu einer Reaktivierung im Mai 2001. Die Kosten der Reaktivierung inklusive Neubau der Haltepunkte, Sanierung des Oberbaus, Neubau der Sicherungstechnik und einer kleinen Brücke betrugen etwa 23 Millionen DM (etwa 11,5 Mio. Euro). Den größten Teil hat der Staat Niederlande übernommen, etwa 7 Mio. DM (etwa 3,5 Mio. Euro) entfielen auf Deutschland. Seitdem wird mit der RB 51 und der RB 64 tagsüber ein Halbstundentakt angeboten.

Die Strecke zwischen den beiden Grenzstädten ist also noch sehr jung und eine der wenigen, die von Nordrhein-Westfalen in die Niederlande verlaufen. Ist doch der Eiserne Rhein (bei Dalheim) doch gekappt oder die Borkenbahn Borken-Winterswijk abgerissen. Eigentlich fährt der Nahverkehr nur noch nach Venlo und Heerlen, die Hollandstrecke bei Emmerich wird nur durch Fernzüge befahren. Die Signaltechnik auf dem Streckenabschnitt nach Enschede ist deutsch, wenn die Lichtzeichen auch ein niederländisches Erscheinungsbild haben. Zwischen Gronau und der Endstation sind mehrere Signalblöcke eingerichtet, deren Signale grundsätzlich Halt anzeigen. Auf freie Fahrt umgeschaltet werden diese vom Lokführer mit Hilfe einer mobilen, mitgeführten Radarpistole. Diese wird jeweils in Gronau an den nächsten nach Enschede fahrenden Lokführer übergeben, in etwa wie ein Staffelstab. Es befindet sich dann immer nur ein Zug auf dem Abschnitt.

Grenzübetritt: Farbe der Schwellen ändert sich, niederländisches Vorsignal, deutsches Bahnübergangssignal und deutsche Schranken

Grenzübertritt von Deutschland in die Niederlande

Glanerbrug - ein niederländischer Haltepunkt

Glanerbrug (NL)

Letzter Haltepunkt der Strecke: De Eschmarke

Enschede De Eschmarke (NL) - letzter Halt vorm Ziel

Einfahrt in den Bahnhof von Enschede

Enschede - Zwei parallele Strecken mit Puffer am Ende

Drei Halte liegen auf Niederländischem Staatsgebiet. Der erste ist in Glanerbrug. Wie erwähnt, steht hinter dem Bahnsteig direkt eines der Blocksignale, die auf freie Fahrt umgeschaltet werden müssen. Dahinter befindet sich der erste Bahnübergang mit holländischen Schranken, die sich deutlich von den deutschen unterscheiden. Sie haben zwei Lampen, die abwechselnd nach amerikanischem Vorbild blinken; der Schrankenbaum besitzt Lampen und Reflektoren wie in der DDR. Die Durchsagen im Zug haben sich übrigens umgedreht. Zuerst kommt Niederländisch, dann die deutsche Übersetzung. Mit rund 80km/h geht es tiefer ins Nachbarland nach De Eschmarke. Der Halt sieht fast genau so aus wie Glanerbrug - am Ende steht wieder ein Blocksignal. Die Siedlungen verdichten sich, es wird städtisch. Schließlich erreichen wir die Endstation der Westmünsterlandbahn in Enschede an Spoor 5.

Euregio-Bahn Münster in Enschede

RB 64 neben dem "Koploper" der NS

Westmünsterlandbahn: Talent der DB mit Aufschrift "Dag Enschede, Hallo Münster" fährt über niederländischen Bahnübergang mit amerikanisch wirkender Doppellichtanlage

DB-Talent überfährt holländischen BÜ

Westmünsterlandbahn: Zug verlässt Enschede

"BEACHTE, dass noch ein zweiter Zug kommen kann". Naja...

Bahnhofsgebäude von Enschede: Beton und ein kleines Türmchen

Der Bahnhof von Enschede am Stationsplein (Bahnhofsvorplatz)

Talent der Prignitzer Eisenbahn erreicht Enschede

PEG aus Deutschland kommt und ...

Auch er steht neben dem Koploper von eben

... stellt sich brav neben den niederländischen Zug.

Wir erreichen Enschede (sprich: "Ens-chrede" - mit rollendem ch) - Endstation der Linie. Der Zug hält im äußersten Norden des Bahnhofs und ganz außen direkt am Gebäude des Stadskantoor, dem Rathaus. Daneben hält ein "Koploper" der NS, der "Nederlandse Spoorwegen", sprich der Bahngesellschaft der Niederlande. Diese Triebwagen haben einen hochgesetzten Führerstand. Unterhalb befindet sich in der "Schnauze" eine Tür, durch die zwischen zusammengekuppelten Wagen ein Übergang geschaffen wird. Ich lasse den DB-Talent rausfahren und beobachte, wie sich in Holland Schranken schließen. Das akustische Signal ist in der Lautstärke langsam ansteigend und hält auch an, wenn die Schranken geschlossen sind. Was sehr nervig sein kann. Ein Schild weist darauf hin, dass auch nach der Durchfahrt eines Zuges ein zweiter kommen könnte und man unbedingt das Rotlicht beachten solle. Ungefähr jedenfalls - ich kann nur Brocken Niederländisch. Ein zweiter Zug kann hier nicht kommen, weil vor dem Bahnübergang bereits der Puffer des zweiten Gleises steht. Wer weiß, ob man in den Niederlanden auf den Bahnsteig nur mit Ticket darf? Ich versteh das Schild nicht und unterlasse es, die anderen Bahnsteige zu betreten. Es wird auch so deutlich, wie der Bahnhof aufgebaut ist. Zwar halten Koploper und Talent der DB oder PEG nebeneinander. Aber eine Überfahrt zwischen den Gleisen ist nicht möglich.

Von Enschede gelangt man mit dem IC in die größeren Städte Rotterdam und Den Haag sowie in die Hauptstadt Amsterdam. Stoptreins fahren nach Zwolle und Almelo. Stoptreins entsprechen deutschen Regionalbahnen, die an jedem Bahnhof halten. Es ist das Gegenteil von den Sneltreins, die nur an den größeren Bahnhöfen halten, vergleichbar mit Regionalexpresszügen in Deutschland. Mein Zug ist also auch nach niederländischer Definition ein Stoptrein. Möglicherweise könnte jetzt einer sagen, dass hier schonmal ein ICE entgleist ist. Aber das war in Eschede, also ohne n und in Deutschland bei Celle. Dafür gab es hier eine andere Katastrophe, nämlich im Jahr 2000, als eine Feuerwerksfabrik explodiert ist und die Druckwelle noch 60km entfernt deutlich spürbar war und große Teile des Ortes verwüstet hat.

Inzwischen fährt der Talent der Prignitzer Eisenbahn als "Westmünsterland- Bahn" in Richtung Dortmund ein, in dessen Triebwagen ich direkt einsteige. Im Abteil sitzen auch ein paar Teenies, die mit einigen Tüten mit der Beschriftung "Smoke" ausgerüstet sind. Es ist bekannt, dass in den Niederlanden der Verkauf von Cannabis in Coffee-Shops erlaubt ist. Gerade in grenznahen Städten kommt es daher zu einem "Drogen-Tourismus", der offensichtlich auch die Bahn betrifft. Dabei wird die gekaufte Ware über die Grenze geschmuggelt, da Besitz und Konsum in Deutschland illegal sind. Persönlich habe ich sogar mit Kontrollen gerechnet. Aber nichtmal ein Zugbegleiter ist aufgetaucht, weder Fahrkarte noch Ausweis wollte an diesem ganzen Tag ein Mensch sehen. So ist dem Schmuggel Tür und Tor geöffnet. Massiver und bekannter ist der Drogen-Tourismus sicherlich im Maas-Wupper-Express (RE 13) zwischen Hamm und Venlo (NL), in dem tatsächlich regelmäßig Kontrollen stattfinden.

Es geht wieder aus den Niederlanden heraus. Hinter Glanerbrug tauchen deutsche Bahnübergänge auf, irgendwann das Formvorsignal von Gronau. Wie kompliziert muss es früher gewesen sein, bevor das Schengen- Abkommen einen so unglaublich einfachen Grenzübertritt ermöglicht hat?

Stellwerk von Gronau. Heute verlassen und stillgelegt, zum Zeitpunkt der Aufnahme noch vielgenutzt

In Gronau nehme ich mir jetzt etwas Zeit für die Umgebung. Benachbart zum Bahnhof liegt der "Inselpark", wo auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau mit Teichen, Spielplätzen und vielen botanischen Anlagen ein kleiner, schöner Freizeitpark angelegt wurde. Hier und da sitzen Leute auf der Bank und lesen Bücher oder machen Rätsel. Inmitten des Parks steht das Rock´n´Pop-Museum und ein Kletterturm. An einem Ende wurde ein hoher Grashügel in Form einer Pyramide aufgehäuft. Von ihm hat man eine gute Aussicht auf den Park und die Stadt.

Rock und Popmuseum in Gronau: Backstein und Moderne ergänzen sich

Rock´n´Pop-Muesum Gronau

Inselpark von Gronau: Viele Gewässer, die Flächen mit Bepflanzung und Spielgeräten bilden Inseln

Inselpark und Innenstadt von der Graspyramide aus

Eine Brücke mit futuristischen Lampen wie Mikadostäbchen

Kletterturm und Brücke

Die Brücke von Nahem

Die Brücke von der Nähe betrachtet

Es heißt Abschied von der Prignitzer Eisenbahn zu nehmen. Ich fahre mit der Euregiobahn (RB 64) via Münster nach Hause. Auch ein "Stoptrein", wie ich heute gelernt habe. Das spart mir eine Stunde Rückfahrt ein. Trotzdem brauche ich rund 3 1/2 Stunden nach Hause. Die Ecke ist wirklich sehr abgelegen und die Anschlüsse in Münster und Unna katastrophal (in letzterem 59 Minuten Wartezeit - dank eines "Sichtanschlusses"). Aber via Lünen hätte man wieder zweimal SEV fahren müssen und schneller ginge auch das nicht. Und wenn dann wieder der Zug in Ahaus vor der Nase wegfährt...

Zusatzinformationen:

Eisenbahnmuseum Lette: www.bahnhof-lette.de
Rock'n'Pop-Museum Gronau: www.rock-popmuseum.de

Ich bedanke mich bei Herrn Ladenthin für die Ergänzungen und die Erläuterung der Technik auf dem Abschnitt Gronau-Enschede!

Sebi on Tour - Demnächst vielleicht auch in Ihrer Nähe ;-)

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