Menü

Nahverkehr in NRW: Teil 43 - RE 9: Der Rhein-Sieg-Express

In einer Exkursion wurde die "Siegstrecke" (KBS 460) zwischen Siegen und Köln-Deutz erkundet. Auf ihr fährt auf gesamter Länge der RE 9 "Rhein-Sieg-Express" von Gießen über Siegen und Köln nach Aachen. Ergänzt wird er im Abschnitt östlich von Au (Sieg) durch die RB 95 "Sieg-Dill-Bahn", die bis Dillenburg in Hessen fährt. Westlich von Au fährt im Stundentakt die S12 - ebenfalls via Köln - nach Düren. In Betzdorf besteht Anschluss an die Linien RB 96 und 97 nach Dillenburg bzw. Daaden, in Au an die RB 28 nach Limburg über Altenkirchen. Alle drei abzweigende Linien haben gemein, dass sie größtenteils nicht in NRW verlaufen und daher nicht mit meinem Ticket zu besuchen sind.

Karte RE 9 "Rhein-Sieg-Express"

Geographie, Strecke und Betrieb

Die Sieg-Strecke ist die KBS 460 und etwas über 100 Kilometer lang. Gebaut wurde sie zwischen 1859 und 1862. Die Strecke folgt von Siegen aus der Sieg, einem etwa 150km langen Fluss, der bei Netphen im Rothaargebirge entspringt und bei Troisdorf-Bergheim in den Rhein mündet. Das Fließgewässer zeichnet sich durch große Mäanderbögen aus. Hier ist nicht nur die Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen nahe. Der Fluss teilt auch die Großlandschaften Bergisches Land auf NRW-Seite und den Westerwald in Rheinland-Pfalz. Mit der Wahner Heide wird hinter Siegburg das letzte Gebiet des Bergischen Landes verlassen und die flache Kölner Bucht, die durch den Rhein durchzogen wird, erreicht. Östlich von Siegen verläuft die Strecke in Hessen als Dill-Strecke entlang des gleichnamigen Flusses Dill, der bei Wetzlar in die Lahn fließt. Bei Dillenburg wird der Nordrand des Westerwaldes erreicht. In westlicher Richtung ab Köln durchfährt der RE 9 die Kölner Bucht und die Zülpicher Börde, um in Aachen auf das nördliche Ende der Eifel zu stoßen. Zwischen Siegen und Au verläuft die Sieg-Strecke für ein kurzes Stück durch den nördlichsten Zipfel von Rheinland-Pfalz, dieser Abschnitt ist in der Karte oben etwas heller dargestellt.

Derzeit wird der RE 9 in der Relation Aachen-Gießen von der DB-Regio NRW betrieben. Eingesetzt werden lokgezogene Doppelstockwagen einer älteren Generation. Ab Dezember 2010 fährt zwischen Aachen und Siegen die DB-Regio Rheinland mit E-Talent 2 der Baureihe 442.

Die Oberwesterwald-Bahn der Linie RB 28 wird von Vectus betrieben. Eingesetzt werden die in der für Vectus typischen grünen Lackierung fahrenden LINT 41 oder 27 (Leichter, innovativer Nahverkehrstriebwagen, 41 bzw. 27 Meter lang; zwei- oder einteilig). Auf der Daadetal-Bahn der Linie RB 97 fahren Triebwagen der Baureihe 628.

Im Fernverkehr gibt es derzeit nur einen seit 12/2009 neu eingeführten EuroCity nach Klagenfurt und Zagreb. Für ganze vier Monate verkehrte auf der Sieg-Strecke im Jahre 2003 der X3, der InterConnex 3 zwischen Köln und Rostock, der zuerst bis nach Neuss verlängert und anschließend aufgegeben wurde. Das Konzept sah einen Dreiklassenzug vor, mit dem man günstig oder mit Aufpreis etwas luxuriöser quer durch Deutschland fahren konnte. Eingesetzt wurden von einer Lok der Baureihe 185 gezogene Halberstädter Abteilwagen.

Exkursion

Um 05:20 hat der Wecker geklingelt und eine Stunde später stehe ich in Fröndenberg am Bahnhof. Das am Rucksack baumelnde Thermometer zeigt -9°C an. Alles ist tiefgefroren und die Kälte kriecht durch die dicksten Kleidungsstücke hindurch. Die Route sieht diesmal einen großen Kreis vor: Von Fröndenberg nach Hagen, dann nach Siegen, von dort nach Köln und via Unna zurück nach Fröndenberg.

Tief vermummt stehen neben mir einige Frühaufsteher, die heute am Montag vor Silvester zur Arbeit fahren. Bedächtig atmen einige durch den Schal dicke Kondenswolken aus und starren der selbstproduzierten Wolke lange ins Nichts hinterher. Andere stellen sich in die Unterführung getreu dem Motto "es sind schon viele erfroren, aber noch keiner erstunken". Überpünktlich rollt der RegioSwinger des Sauerland-Expresses ein. Ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass es wegen des Eises Probleme geben könnte. Innen ist es schön warm, man taut langsam auf.

Zwanzig Minuten später komme ich in Hagen Hbf an. Hier habe ich jetzt etwa eine halbe Stunde Aufenthalt, bis mich der Ruhr-Sieg-Express nach Siegen bringt. Etwa 45 Minuten später fährt der silberne Triebwagen als Doppeleinheit in Letmathe ein. Hier wird der Zug geteilt. Mein Teil fährt nach Siegen weiter, der hintere nach Iserlohn. Und das sonst so geniale System funktioniert heute ... nicht. Den Äußerungen des Lokführers und seinen Flüchen hört es sich nach einem Software-Fehler an. Denn hinter dem Führerstand sitzend bekomme ich mit, dass sich die Triebwagen heute nicht trennen lassen. Während der Lokführer und ein plötzlich aufgetauchter Mann, der aussieht, als ob er Ahnung und was zu sagen hätte, von Führerstand zu Führerstand laufen, immer wieder versuchen, den Wagen abzukoppeln und dabei ganze Systeme nach dem Prinzip AEG (ausschalten - einschalten - geht) neustarten, stelle ich in der Dunkelheit der erloschen Wagenbeleuchtung fest, dass meine Armbanduhr völlig falsch geht. Was is daran so besonders? - werden Sie sich sicher fragen. Es ist eine Funkuhr! Und auch nach Anforderung eines Sendetelegramms geht die Uhr exakt 4 Minuten nach. Und damit muss ich jetzt die ganze Exkursion herumfahren. Wissen Sie eigentlich, wie nervtötend das ist, bei jedem Blick auf die Uhr angesichts der Fahrpläne rechnen zu müssen?

Abfahrt wäre um halb Acht gewesen. Um fünf vor Acht kommt Bewegung in die Sache, der Triebwagen rollt einen Meter nach vorne und der hintere Teil ist endlich ab. Die Fahrdienstleiterin fährt die Schranken wieder runter, nachdem sie zehn Minuten vorher das Signal wieder auf rot und die Schranke für die lange wartenden Autofahrer geöffnet hatte. Es geht mit dem Gruß "Los Frank, gib Gas!" des wichtigen Mannes weiter.

Siegen im Sommer. Abellio-RE16 nach Essen

Bahnhofsgebäude Siegen

Neun Uhr. Inzwischen ist die Sonne aufgegangen und taucht das Siegerland in ein rotes Licht. Frank hat ganze Arbeit geleistet und rund sechs Minuten Verspätung abgebaut. Um '08 soll der Anschluss in Richtung Betzdorf weiterfahren. Um 09:07 Uhr kommen wir an. Alles ist gut - noch blockiert der RE 9 nach Gießen das Gleis. Der Gegenzug kann nicht einfahren und kommt zehn Minuten später. Nicht ganz so gut, denn in Betzdorf würd ich schon noch gerne die Daadetalbahn und die Hellertalbahn sehen - und die fahren genau zehn Minuten nach meiner planmäßigen Ankunft! Manche Exkursionen arten wirklich in Stress aus.

Derweil passiert mein RE 9 die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz. Dank einer Transitregelung darf ich diese Strecke mit meinem Ticket befahren - hier gilt noch der NRW-Tarif. Ich hatte die Tabelle mit den Ausnahmen im "Ausland" mal ausgedruckt und mitgenommen. Es gibt viele nette Zugbegleiter. Mit viel Spaß bei der Arbeit mit Menschen, Humor und Durchblick durch den Tarif-Dschungel. Das muss man so sagen. Aber es gibt leider hier und da auch schwarze Schafe. Und Vorsicht ist die Mutter im Porzellanladen.

Hellertalbahn

Empfangsgebäude Betzdorf

RB 95 Sieg-Dill-Bahn von Au nach Dillenburg

 

Triebwagen, wie er auf der Daadetalbahn fährt

RB 95-Gegenzug nach Au

Die Anschlüsse warten. Die als RB 96 genannte Hellertal-Bahn zwischen Betzdorf und Dillenburg wird von der HellertalBahn GmbH betrieben, nachdem die Strecke 1996 - fast schon stillgelegt - ausgeschrieben wurde und an eben diesen Zusammenschluss von Westerwaldbahn, Siegener Kreisbahn und Hessischer Landesbahn ging. Seitdem fahren hier Gelenktriebwagen GTW 2/6 im schmucken silber-gelb-roten Design. Eine weitere Besonderheit der Hellertalbahn ist auch, dass ein Endpunkt mit Betzdorf in Rheinland Pfalz, der in Dillenburg in Hessen und ein kurzer Mittelteil der Strecke in NRW liegt. Für die Linie gibt es eine separate Exkursion, der Link dazu befindet sich ganz unten. Nebenan fährt noch ein privater Triebwagen mit dem Bierkürzel DAB parallel aus dem Bahnhof. Auch dieser, ein Triebwagen der Baureihe 628.4, ist silber-gelb-rot. Er gehört der Westerwaldbahn GmbH, die die Daadetal-Bahn nach Daaden im Westerwald betreibt. Dieser Linie passierte ein ähnliches Schicksal wie bei der Hellertal-Bahn, mit dem Unterschied, dass die Strecke tatsächlich kurzzeitig stillgelegt war. Nach einer Sanierung der Strecke wurde der Betrieb von der Westerwaldbahn auf der Daadetalbahn bis heute übernommen.

Betzdorf kennen Sie vielleicht, sofern Sie Train Simulator spielen, aus dem Biggetal. Hier endete einst die in Kirchen auf die Siegstrecke einfädelnde Asdorftalbahnstrecke aus Freudenberg, die im ersten kommerziellen Addon der Firma German Railroads zusammen mit der Biggetalbahn nach Finnentrop und der alten Aggertalbahn nach Dieringhausen herausgebracht wurde.

Mit der Sieg-Dill-Bahn der Linie RB 95 soll es weitergehen. Aber der kleine LINT27 der 3-Länder-Bahn kommt auch mehr als fünf Minuten später. Das Besondere an dieser Linie ist die extreme Anzahl an Zwischenhalten auf kürzester Strecke. Es kann streng genommen ziemlich nervig sein, von Siegen nach Au zu fahren, wo diese Linie endet. Eiserfeld, Niederschelden Nord (in NRW), Niederschelden (in Rheinland-Pfalz), Mudersbach, Brachbach, Freusburg Siedlung, Kirchen, Betzdorf, Scheuerfeld, Niederhövels, Wissen, Etzbach und dann erst Au. 13 Halte, wo der Regionalexpress nur dreimal hält. Hinter Wissen fährt der LINT der Sieg-Dill-Bahn planmäßig auf das Gegengleis über. So kann tatsächlich das vorkommen, was in Eisenbahnsimulationen so gerne programmiert wird: Eine Parallelfahrt samt Zugüberholung durch den dahinter fahrenden Regionalexpress! Dazu war die Verspätung der Regionalbahn allerdings noch nicht hoch genug.

Bahnhofsgebäude von Au

RE 9 in Au (Sieg)

Vectus-LINT als "Oberwesterwaldbahn" der Linie RB 28

Durch die Gassen des Ortes zum Bahnhof

Wenn die Sonne nur etwas höher stünde....!

Ja, es war seeehr kalt...

Mit der Siegbrücke vor dem Bahnhof von Windeck-Au wird die Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen wieder überfahren. Au ist ein sehr kleines Dorf, gelegen zwischen der Bahnstrecke und einem Mäanderbogen der Sieg. Dafür ist der Bahnhof überdimensional groß. Es gibt ein blassrot gestrichenes Empfangsgebäude mit Fahrkartenschalter und Bahnhofsgaststätte sowie Wartehalle im Gebäude. Hier haben 330 Einwohner einen besetzen Bahnschalter, 80.000 Einwohner in Fröndenberg plus Menden warten vergeblich auf eine derartige Möglichkeit zum Fahrkartenkauf! Hier endet nicht nur die Linie der RB 95, sondern auch die der S 12 der Kölner S-Bahn und die der RB 28 "Oberwester- waldbahn". Diese wird von der hessischen Firma Vectus betrieben. Au ist daher - abgesehen vom Haltepunkt Geilhausen - der einzige Halt in NRW, an dem die grün-weißen Vectus-LINT halten. Sie fahren hier quer durch den Westerwald bis nach Limburg an der Lahn, wo sich auch der Firmensitz befindet, bzw. nach Altenkirchen.

Mit einem ET 423 der S-Bahn Köln fahre ich von hier zum nächsten RE-Halt in Schladern, einem weiteren Ortsteil der Gemeinde Windeck

S12 nach Au in Schladern

Bahnhofsgebäude

Das gelbe Bahnhofsgebäude hat einen markanten Treppengiebel, der Bahnhof wirkt gepflegt. In Richtung Siegen wird die Strecke hinter dem Bahnhof für ein kurzes Stück eingleisig. Hier bei Schladern befindet sich südwestlich des Bahnhofs der sogenannte "Siegfall", ein etwa vier Meter hoher Wasserfall. Er ist nicht natürlicher Abstammung, sondern entstand beim Bau der Sieg-Strecke durch das abschneiden eines Mäanderbogens. Im Luftbild ist dieser trockengelegte Altarm noch gut zu erkennen.

Mit dem nächsten Rhein-Sieg-Express geht es immer noch innerhalb der Gemeinde Windeck einen RE-Halt weiter nach Herchen, vorbei an der Burgruine Windeck hoch über eben diesem erwähnten, abgeschnittenen Altarm der Sieg.

Bahnhofsgebäude von Herchen

Auch der Rhein-Sieg-Express hält in Herchen

S12 nach Au taucht in den "Tunnel Herchen" ab

 

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie man diesen Ort korrekt aussprechen sollte. Im Bezug auf das ch, meine ich. Ich hätte es jetzt wie die Hundebegleitperson ausgesprochen: "Herr-chen". Der Zugbegleiter scheint jedoch rheinischer Abstammung zu sein und kündigte den Halt direkt als "Herschen" an, also das, was Regenten machen. Hinter dem wirklich schön gestalteten Bahnhof finden sich einige Ruinen von Häusern und ein kleiner Bauernhof mit viel Gerümpel. Vor einem der Häuser stehen zwei alte Autos ohne Nummernschilder. Ein Rad fehlt schon, Moos wächst hier und da, die Reifen sind platt. Der Auspuff quillt vor Müll über. Die L333 ist in Richtung Süden abgesperrt. Es ist trostlos. Ein Restaurant mit zwei Autos davor, dahinter ein neues Einfamilienhaus. Vor dem Bahnhof ein gut genutzter P&R-Parkplatz an der benachbarten Trafostation. Immerhin - etwas Leben. Aber warum hält hier ein Regionalexpress? Ich gehe einfach mal dem "Strom" der paar Aussteiger hinterher. Und tatsächlich, nach einigen hundert Metern stößt man auf das Straßenschild "Herchen - 2 km". Der Bahnhof liegt nämlich im Ortsteil Herchen-Bahnhof weit außerhalb. Der Ort wird durch den "Tunnel Herchen" umfahren. Über die vereiste Eisenbahnbrücke über die Sieg können Fußgänger und Radler den Weg abkürzen.

S12 aus Au in Hennef

Bahnhofsgebäude

Bald fährt am Herchener Bahnhof die nächste S-Bahn nach Köln ein. Mit ihr fahre ich bis Hennef (Sieg). Ab hier ist die S-Bahn zum Halbstundentakt verdichtet. Im großen, orangefarbenen Bahnhofsgebäude befindet sich ein Burger-Brutzler.

Nicht weit hinter Hennef nähert sich die berühmte ICE-Neubaustrecke (NBS) zwischen Köln und Frankfurt der Sieg-Strecke. Von hier geht es mit dem ICE-3 mit etwa 300 km/h innerhalb von einer Stunde auf einer riesigen "Achterbahn" bis in die Metropolregion Rhein / Main, manchmal noch mit Zwischenhalten in den kleinen Ortschaften Montabaur oder Limburg-Süd - "politische" Halte in verschiedenen Bundesländern kurz hintereinander, ohne die die Strecke nicht genehmigt worden wäre. Die ICEs halten in Nordrhein-Westfalen aus Richtung Frankfurt kommend ersmtals in Siegburg, dem neuen ICE-Bahnhof der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn, auch mein nächster Halt. Das eigentliche Siegtal ist damit verlassen. Wenige Kilometer Land trennt den Bahnhof nur vom Rhein.

Siegburg / Bonn

ICE aus dem Süden

Es gibt drei Bahnsteige und einige Durchgangsgleise. Am östlichsten Bahnsteig ist ein größeres Empfangsgebäude mit Reisezentrum und Geschäften bzw. Gastronomie angesiedelt. Vom Untergeschoss aus fährt eine Stadtbahn, der "Telekom-Express", nach Bonn. Kritiker warfen der Bahn vor, die heute als "Bundesstadt" bezeichnete ehemalige Hauptstadt zu degradieren, indem sie im Stationsschild die zweite Geige spielt, nämlich hinter Siegburg ansteht ("Siegburg / Bonn").

Nächster Halt des Regionalexpresses ist Troisdorf, gesprochen mit langem O und ohne I. Hier trifft die Rechte Rheinstrecke aus Richtung Koblenz und Königswinter auf die Siegstrecke. Zusammen nähern sie sich Köln. Während der von nun an parallelfahrende Rhein-Erft-Express von Koblenz nach Mönchengladbach vor Köln-Porz in die Schleife zum Flughafen Köln-Bonn abbiegt, um hinter Porz wieder auf die Siegstrecke einzuschwenken, fährt der RE 9 am Flughafen vorbei. In den Tunnelbahnhof dürfen keine Doppelstockzüge einfahren. Das ist auch der Grund, warum eine zum RE 8 parallel fahrende Regionalbahn, die RB 29, die auch nicht am Flughafen hält, mit Doppelstockwagen und die wesentlich weniger komfortableren Triebwagen der Baureihe 425 als RE 8 fahren.

Im Bahnhof von Köln-Deutz hat die Sieg-Strecke ihr nordwestliches Ende, hier liegt der Kilometer 0.

Eifel-Mosel-Express mit 218 in Deutz

Bahnhofsgebäude von Köln-Deutz

ICE-T durchfährt den Bahnhof in Richtung BW Deutzerfeld

Mittelrheinbahn aus Koblenz an der Endstation in Deutz

Der Bahnhof mit vier Inselbahnsteigen liegt direkt am Rheinufer. Hier enden die meisten Linien, die von Westen kommend bis Köln führen, beispielsweise die RE 12 und 22 aus Richtung Gerolstein und Trier, die Regionalbahnen 24 aus Kall, 26 aus Koblenz und 38 aus Düsseldorf via Neuss und Horrem. Der Fernverkehr hält hier teilweise ebenfalls. Eine Zeit lang war Deutz für den Thalys aus Richtung Paris und Brüssel Endstation. Das ist erstaunlich, da der Hauptbahnhof von Köln nur wenige hundert Meter entfernt ist. Vorbei an der Kölnarena und im Schleichtempo über die große Hohenzollernbrücke, einer reinen Eisenbahnbrücke mit Fußgängerwegen in exakter Ausrichtung zum Kölner Dom, erreicht der RE den Hauptbahnhof und das linksrheinische Ufer. Hoffentlich sind die politischen Verhältnisse hier besser geworden.

Kölner Dom und Hohenzollernbrücke

Der Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke

ICE auf der Hohenzollernbrücke

Die Hohenzollernbrücke - eine reine Eisenbahnbrücke

NRW-Express Köln Hauptbahnhof

Kölner Hauptbahnhof von der Domplatte aus gesehen

Köln Hbf Transregio Mittelrheinbahn

TR 26 von Koblenz kurz vor der Endstation in Köln Hbf

Köln, Kölle, Colonia, Cologne - Vermutlich zusammen mit Berlin, Hamburg, dem Hofbräuhaus und Heidelberg eine der berühmtesten Deutschen Städte im Ausland. Wahrzeichen ist natürlich der Dom, den man schon von weiter Ferne erkennen kann. Nicht weniger berühmt ist der Kölner Karneval, bei dem man hier in Köln zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch kein Bein an die Erde bekommt. Köln ist fast Millionenstadt, die Einwohnerzahl beträgt gerundet knapp 1 Mio Einwohner, damit ist sie nach Berlin, Hamburg und München die viertgrößte Stadt der Bundesrepublik und zugleich größte Stadt in NRW - dennoch aber nicht dessen Landeshauptstadt. Wo wir schon wieder beim Zwist mit Düsseldorf wären. Wenn Sie in Düsseldorf kein Kölsch bestellen dürfen, so unterlassen Sie es besser hier, ein Alt zu ordern. Sie werden vom Köbes im Weiteren Verlauf des Abends ignoriert. So sehr Sie auch winken und rufen. Mit Glück bekommen Sie irgendwann einen Topf Spülwasser und ein Handtuch vorgesetzt. Und es gibt immer wieder Leute, die das ausprobieren müssen...

Viel Text - aber die Exkursion ist hier zu Ende. Der RE 9 fährt zwar noch weiter, aber die Strecke deckt sich komplett mit dem RE 1 "Nordrhein-Westfalen-Express". Wenn Sie also weiterfahren möchten, so können Sie in den Artikel zum RE 1 wechseln. Ich mache mich derweil mit dem RE 7 auf den Rückweg, damit der Kreis der Exkursion heute noch geschlossen wird.

Sebi on Tour - demnächst vielleicht auch in Ihrer Nähe ;-)

Zur Auswahlseite des Nahverkehrs in NRW

Weitere, thematisch passende Nahverkehrsartikel:

RE 1 | RE 8 | RE 12 | RE 16 | RB 25 | RB 96

(c) Bilder, Text und Grafiken: S.Hellmann - www.mytrainsim.de

Impressum und Kontakt Hier finden Sie eine Auflistung von anderen Internetseiten zu diversen Themen Fotos und Berichte: Thermalfotos, Un(n)a Festa, Strecken NRW uvm. Route Industriekultur Informationen zur Hönnetalbahn in Geographie und Technik Portraits zu Strecken in NRW Meine TrainSim-Projekte: Hönnetalbahn, Marschbahn, Schwarzwaldbahn Hier geht es zur Downloadrubrik Generelle Informationen zum Train Simulator Hier klicken, um zur Hauptseite zu gelangen!