Schon die Karte rechts verrät es - von Krefeld nach Rheine gibt es vermutlich schnellere und kürzere Wege. Von Krefeld aus führt die Linie nahezu in Gegen- richtung vom Ziel Rheine weg in die Domstadt Köln im Südosten. Dort erfolgt die Beinahe-180°-Wendung nach Norden. Ab Wuppertal folgt die Linie der südlichen der beiden Ost-West-Magistralen in NRW, der sogenannten "Wup-perschiene". Bei Hamm folgt der nächste Richtungswechsel zum Zielort Münster bzw. zweistündig nach Rheine im Norden des Landes NRW und nahe der Staatsgrenze zu den Niederlanden. So kommt eine sehr eigentümliche Linienführung zustande, die man mit so ziemlich keiner Form vergleichen kann. Vielleicht ein verbogenes mathematisches Wurzelzeichen. Die Besonderheit ist, dass die Linie im VRR-Verbundraum beginnt und zwischen Wuppertal und Unna auch weiter in diesem Fährt, ihn jedoch zwischen Neuss und Wuppertal mit dem Schwenk über Köln verlässt.
Befahren wird die Linie zur Zeit von DB-Regio NRW mit Baureihe 112 und Doppelstockwagen. Sie ist / war eine Zeit lang eine der anfälligsten Strecken für Verspätungen - auch nach eigener Erfahrung nach, wenn die Zielanzeiger in Unna auf dem Nachbargleis mal wieder ihre rote Schrift auf Faltblatt bzw. heute ihre blaue Laufschrift auf weißen Grund zeigen. Die extreme Linienlänge bietet viele Möglichkeiten für Betriebsstörungen. Anfangs lief die Linie sogar bis Aachen bzw. Düren. Der RE 7 soll demnächst ausgeschrieben werden.
Aufgrund der Deckungsgleichheit mit mehreren anderen, kleineren Nahver- kehrsberichten bekommt der Rhein-Münsterland-Express kein eigenes Linienportrait. In der folgenden Tabelle können Sie ablesen, welche Abschnitte in welchen Artikeln behandelt werden.