Nahverkehr in NRW: Teil 49 - RE 8 / RB 27: An Rhein und Erft
In dieser Exkursion wird das Linienbündel zwischen Mönchengladbach und Koblenz betrachtet. Unter dem Namen "Rhein-Erft-Express" bzw. "Rhein-Erft-Bahn" pendeln hier ein Regionalexpress und eine Regionalbahn, die ihren Stundentakt jeweils ergänzen.
Wie üblich in Nordrhein-Westfalen trägt der RE den Namen "Express", die Regionalbahn den Namen "Bahn" im Titel. Beide beginnen ihre Fahrt in Koblenz, wobei die RB zunächst die Linksrheinische und der RE die Rechtsrheinische Bahnstrecke benutzt. Zwischen Sankt Sebastian und Urmitz wechselt die Regionalbahn die Rheinseite und fährt gemeinsam mit dem RE zunächst bis Troisdorf. Dort verschwindet der RE 8 im Tunnel zum Flughafen Köln / Bonn. Dahinter geht es wieder gemeinsam bis Stommeln. Hier endet neuerdings die Linie der RB 27 tagsüber, der RE 8 fährt nun alleine weiter über Grevenbroich nach Mönchengladbach.
Das Rollmaterial scheint "vertauscht", ist der Rhein-Erft-Express mit Triebwagen der Baureihe 425 unterwegs, fährt die Rhein-Erft-Bahn meist mit drei Doppelstockwagen und ist damit die einzige Regionalbahnlinie ihrer Art in Nordrhein-Westfalen. Bedingt ist diese Tatsache durch den Tunnelbahnhof am Flughafen Köln / Bonn, in den Doppelstockwagen nicht einfahren dürfen. So hat die Regionalbahn, die den Flughafen nicht anfährt, das wesentlich komfortablere Fahrzeugmaterial.
Von 1998 bis 2002 fuhr der Regionalexpress unter dem Namen "Rhein-Holland-Express" bis nach Venlo und ist dort vom RE 13 ersetzt worden.
Teil 1: Rechtsrhein - Von Bad-Honnef nach Köln-Deutz
Kalt! Eiskalt! Heute morgen war ich bei -16°C aufgebrochen, um Transregio auf der Linken Rheinstrecke zu besuchen. Die Innenstadt von Bonn lasse ich langsam hinter mir, während ich die Rheinbrücke zwischen dem Zentrum der Bundesstadt und dem Vorort Beuel auf der anderen Rheinseite überquere. Bonn war bekanntlich bis 1990 Hauptstadt von Westdeutschland, bevor Berlin zuerst Hauptstadt und nach dem Umzug einiger Ministerien und des Bundestags auch Regierungssitz wurde. Natürlich gibt es in der ehemaligen Hauptstadt noch Relikte wie den Plenarsaal, das Abgeordnetenhaus "Langer Eugen" und die repräsentativen Sitze von Kanzler und Bundespräsidenten.
Von Bonn nach Beuel wäre eine Straßenbahn direkt zum Bahnhof gefahren. Aber ich habe noch viel Zeit bis zur geplanten Abfahrt. Auf der Rheinbrücke steht eine durchgefrorene Polizistin, die den Verkehrsfluss auf der im Umbau befindlichen Brücke beobachtet.
Bonn-Beuel Bahnhof
MAN VT25 der RSE - ein zufälliges Treffen
Regionalbahn 27 mit Doppelstockwagen
Dachkonstruktion aus Holz
Der Bahnhof besitzt ein Empfangsgebäude, in dem sogar ein geöffneter Fahrkartenschalter untergebracht ist. Außerdem ein Kiosk und eine Gaststätte. Die Dächer der Bahnsteige werden von einem hölzernen Fachwerk gestützt. Zielanzeigen sind mit statischen Schildern zugeklebt. Bonn-Beuel ist der Heimatbahnhof der Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH (RSE), die im Sauerland bekannt wurden durch die noch laufenden Bemühungen, die Strecke Menden-Hemer zu reaktivieren. Soeben fährt ein MAN VT25 der RSE aus dem Bahnhof Richtung Köln.
"Der Regionalexpress nach Koblenz kommt voraussichtlich 25 Minuten später." Sch...öne Sache. Ununterbrochen brettert ein Güterzug durch den Bahnhof durch. Klar, fährt der Fernverkehr hauptsächlich durchs Linke Rheintal, wird die Rechte Rheintalstrecke mehr von Güterzügen befahren. Und jedesmal, wenn ein Güterzug durch Beuel fährt, wird ein Teil der Schneedecke auf dem Bahnsteigdach mitgenommen und fein verteilt. Es ist dann doch angenehmer, in der Bahnhofshalle zu warten. Die ist zwar offensichtlich auch nicht beheizt, aber windgeschützt. Hier stehen sich schon einige Menschengrüppchen Beine in den Bauch. Nur wenige Minuten, bevor auch die RB nach Koblenz kommt, fährt der RE ein. Ein Quietschie - natürlich. Das liegt daran, dass Doppelstockzüge wegen nicht vorhandener Notbremsüberbrückung nicht in den Tunnel zum Bahnhof am Flughafen Köln/Bonn fahren dürfen. Da aber der RE dort halten soll, fahren auf der Linie Züge, die das können. In diesem Fall die 425er. So hat die Regionalbahn einen höheren Komfort als der Regionalexpress...
Bahnhof Rhöndorf am Drachenfels
Vorbei an Oberkassel, Niederdollendorf, Königswinter und Rhöndorf (Bild) fahre ich nach Bad Honnef. Es ist die südlichste Station auf der Rechten Rheintalbahn in NRW. Direkt dahinter liegt die Grenze zum Nachbarland Rheinland-Pfalz, für das ich mit meinem NRW-Ticket natürlich keinen Fahrschein habe. Für mich ist daher hier Endstation.
Bad Honnef mit Drachenfels (Hintergrund)
Bahnhofsgebäude Bad Honnef
Der Bahnhof liegt etwas außerhalb des Zentrums direkt an einem Altarm des Rheins, der vom Fluss durch die Halbinsel Grafenwerth getrennt wird. Vor dem anderen, westlichen Ufer liegt noch eine Insel im Rhein, die Insel Nonnenwerth. Auf ihr steht ein Kloster mit Privatgymnasium. Obwohl die Inseln direkt nebeneinander liegen, gehören sie zu unterschiedlichen Bundesländern. Die Grenze verläuft hier nämlich ein Stück weit von Nord nach Süd genau zwischen den Inseln durch den Rhein. Die östliche - Grafenwerth - gehört zu NRW, die Klosterinsel zu Rheinland-Pfalz.
An mir fährt ein LKW mit einem lauten "Flappflappflappflapp" vorbei - ein Reifen ist geplatzt. Mit Warnblinker fährt er weiter auf der Felge. Weiter... und weiter.... aus dem Sichtfeld hinaus. Wahrscheinlich gleich auf die Autobahn.
Königswinter Bahnhof
Promenade am Rhein
Rückzug. Vorbei am markanten Drachenfels erreiche ich Königswinter. Die Stadt liegt gegenüber von Bonn-Mehlem auf der anderen Rheinseite. Über der Stadt steht zum einen die Ruine auf dem Drachenfels, auf dessen Plateau eine Zahnradbahn von Königswinter aus hochfährt. Zum anderen das große Grandhotel auf dem Petersberg, welches als Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland genutzt wird. Außerdem finden hier häufig Tagungen und Konferenzen statt.
Die Stadt hat eine größere Promenade am Rheinufer mit großen, präsentativen Villen dahinter. Und Schnee liegt ja auch. Damit werden die Assoziationen an den Namen der Stadt voll erfüllt...
Und weiter geht´s! Wieder an Bonn vorbei. Und dann wird ein Bahnhof erreicht, wo ich schon immer mal hinwollte: Menden. Das Pendant zur zu meiner Heimat benachbarten Sauerlandstadt im Rheinland als Vorort von Sankt Augustin. Der Bahnhof von Menden (Sauerland) zeichnet sich durch unglaubliche Hässlichkeit, Verfall und Zerstörung aus. Der von Menden (Rheinland) ist etwas besser, aber auch "nicht wirklich" schön. Er liegt zwischen den Orten Menden und Meindorf direkt an der A59. Er besitzt einen einzigen Mittelbahnsteig mit Treppe zur Straßenunterführung, Fahrkartenautomaten und eine doppelseitige gläserne Wartehalle. Immerhin gibt es auch Lautsprecher, die direkt die nächste verspätete Regionalbahn ankündigen. 15 Minuten sind abzusitzen. Der Tee in der Thermoskanne, den ich angesichts der -16°C heute statt Wasser mitgenommen hatte, ist nur noch eine lauwarme Brühe.
Menden (Rheinland) mit RE 8 nach Mönchengladbach
RB 27 Rhein-Erft-Bahn in Troisdorf
Regionalbahn bedeutet in diesem Falle Doppelstockzug und bequemes Fahren. Hinter Menden wird die Sieg überquert, die westlich des Vorortes in den Rhein fließt. Der nächste Halt ist Troisdorf (gesprochen: "Troosdorf" mit Dehnungs-i), wo die Sieg-Strecke aus Siegen zusammen mit der Neubaustrecke nach Frankfurt am Main von Südost einfädelt. Ich steige zwar aus, habe aber wegen der Verspätung nur wenige Minuten Aufenthalt.
Behelfsbahnsteig in Porz
Jetzt muss ich mich aufteilen. Ein Teil von mir fährt von hier mit einer S12 aus Au weiter. Der RE 8 biegt hinter Troisdorf zum Flughafen Köln / Bonn ab, S 12 und RB 27 halten hingegen am Bahnhof Porz. Ein Ort, der nur mit rheinischem Dialekt ausgesprochen richtig gut klingt. Sie müssen dazu zwischen das o und r noch ein ch unterbringen und das o betonen. Na, macht nix, wenn es nicht so gut klappt. Der Bahnhof ist eine Baustelle. Die Bahnsteige sind mit Holzplanken erhöht, das Stellwerk wird abgerissen und die Zugänge zur Unterführung stehen schon im Rohbau. Uhren gibt es nicht, Laternen sind übergangsweise an Holzpfosten genagelt. In der langsam untergehenden Sonne zischt ein ICE3 aus Frankfurt vorbei.
Am Köln-Bonner Flughafen
Bahnhof unter dem großen Glasdach und unter der Erde
Hinten und vorne ragt der Bahnhof in den Tunnel hinein
Im Terminalgebäude...
Während die RB also in Porz hält, nimmt der RE mit dem anderen Teil von mir den Umweg durch den Flughafenbahnhof "Köln / Bonn Airport". Die Doppelstockwagen der RB haben - wie schon einmal erwähnt - dabei keine Notbremsüberbrückung, die im Notfall verhindert, dass der Zug mitten im Tunnel gebremst wird, sondern noch bis zum Ausgang oder zum Bahnhof rollen kann. Deshalb fährt auch der RE mit Quietschies und nicht anders herum. Der eigentliche Bahnhof liegt auch im Tunnel, bei dem allerdings das Dach geöffnet bzw. durch Glasplatten bedeckt ist. Über Treppen und Aufzüge gelangt man direkt in die Terminalgebäude. Eine Brücke in der Mitte der beiden Inselbahnsteige ermöglicht das Überqueren der Schienen und den Notausgang bei Feuer.
Bahnhof Köln-Messe/Deutz
Bahnhofsgebäude von Köln-Deutz
TR 26 an der Endstation in Deutz
ICE-T auf dem Weg ins BW Deutzerfeld
Hinter Porz kommt auch der RE 8 wieder aus dem Tunnel des Flughafens und beide Linien fahren wieder vereint nach Köln-Messe / Deutz ein. Im Bahnhof treffen RE und RB auf eine weitere Linie aus Richtung Koblenz, nämlich die TR 26 "Mittelrheinbahn", betrieben von der Transregio. Sie fährt allerdings auf der Linksrheinischen Strecke über Bonn Hbf und Brühl.
Hinter Deutz wird der Hauptbahnhof der Stadt Köln erreicht. Mehr zum Raum Köln können Sie im Artikel zum RE 1 lesen (Link dazu ganz unten).
Köln Hauptbahnhof
Der einzige Dom in Deutschland mit Gleisanschluss
Kuppelhalle des Hauptbahnhofs mit TR 26 aus Koblenz
Kölner Dom und Hohenzollernbrücke
Teil 2: Linksrhein - Von Köln nach Mönchengladbach
Etwa einen Monat später. Seit Wochen wieder nur Wolken, Regen und Schnee im Wechsel. Aber selten Sonnenschein. Okay, die meisten vergangenen Tage hatte ich eh keine Zeit, da sich das Semester an der Uni dem Ende zuneigt. Da kommt am Freitagmorgen die Aussage vom WDR2-Wettermann, dass am nächsten Tag ein "nördlich der Ruhr sonnigerer Tag" sein soll. Hm. Derweil ist draußen dichter Nebel und die Wolken sind undurchdringbar dicht. Eine zehn Zentimeter dicke Schneedecke häuft sich an. Fahren oder nicht fahren? Die Planung liegt seit einigen Tagen schon auf dem Schreibtisch - irgendwo ganz unten. Nach dem Kachelmann-vor-der-Tagesschau-, dem Tagesschau- und Tagesthemen-Wetter bin ich nicht wirklich schlauer. Ich riskiere es einfach mal. Auch, wenn mein Zielgebiet sehr viel weiter südlich der Ruhr liegt.
Zur Standardzeit geht es diesmal an einem Samstag nach Köln. Kurz nach halb Sieben von Fröndenberg nach Unna, dann mit dem Rhein-Münsterland-Express nach Köln. Es dämmert unter dicken Wolken zunächst nur langsam - aber in der Kölner Bucht kommt die Sonne raus. Glück gehabt! Hier wird es ein herrlicher Tag. Meinten die bei der Wettervorhersage vielleicht mit der Ruhr den Fluss ohne h in der Eifel?! Das kann man im Radio so schwer unterscheiden...
RE 8 nach Mönchengladbach in Stommeln
Bahnhofsgebäude
Hauptstraße des Ortes
Windmühle auf dem Hügel
Eine dreiviertel Stunde später fährt der RE 8 nach Mönchengladbach über die Hohenzollernbrücke in den Hauptbahnhof ein. Die RB 27 fährt Samstags auf dem Abschnitt gar nicht. Ist aber nicht so tragisch, weil die Taktverdichtung mir nur ganz am Anfang nur ein, zweimal geholfen hätte. Mit dem Rhein-Erft-Express fahre ich zuerst bis Stommeln. Hier ist die Grenze zwischen VRS und VRR und der nördliche Zweckverband hat auf seinem Gebiet wegen gekürzter Zuschüsse auf die Bestellung der Linie verzichtet. Daher ist in Stommeln für die meisten RB-Züge Endstation. Da der Halt kein Ausweichgleis oder ähnliches besitzt, fahren die RBs leer nach Rommerskirchen weiter. So dürfen Rommerskirchener in Stommeln aussteigen, sehen, wie ihr Zug in ihre Heimat fährt, warten auf den RE und treffen dann mit Zeitverzögerung in Rommerskirchen wieder auf den leeren Doppelstockzug - so schildern es jedenfalls einige Fahrgäste in Stommeln auf Nachfrage.
Der Ort ist ein Vorort von Pulheim und ein Angerdorf. Er besteht hauptsächlich aus kleineren Häusern. Höchstes Bauwerk ist der Kirchturm im Ort. Daneben existiert noch eine private Windmühle, die schon von Weitem zu sehen ist. Und genau unter der Mühle kommt die SMS von einem Kollegen aus Bochum: "Wie, was machst du denn bei dem Wetter unterwegs? Hier ist alles grau in grau!" Soviel zum Thema "nördlich der Ruhr".
Pulheims Bahnhof
Der südwestliche Bahnsteig 2
Blick vom Parkhaus über die Radstation
Wieder am Bahnhof stehend warte ich auf den Gegenzug nach Pulheim. Auf dem ersten Blick sieht das Bahnhofsgebäude in diesem Ort fast genau so aus wie das in Stommeln, abgesehen von dem in Stommeln fehlenden Stellwerkanbau. Hier ist "Rosi´s Trainshop" mit Kiosk, Bistro und Fahrkartenausgabe in einem Nebentrakt untergebracht. In der nicht mehr ganz so schönen Wartehalle im Gebäude selbst stehen Fahrkartenautomaten und ein Süßigkeitenautomat. Die Bahnsteige sind modernisiert, der südwestliche besteht aus den Betonfertigteilen. Benachbart zum Bahnhof steht ein großes Parkhaus und eine Radstation. Auf den Schildern werden zugleich P&R, B&R und K&R ausgewiesen. Letzteres ist übrigens "Kiss and ride", also ein Bereich zum Aussteigen und Verabschieden - Es ist noch relativ neu. Ob die Tatsache, dass der Bahnhof recht gut aussieht, daher kommt, dass hier der zur Zeit der Exkursion aktuelle Ministerpräsident von NRW abstammt?
Der nächste doppelte 425 fährt in den kleinen Bahnhof. Ich setze mich zu einer älteren Frau in den Vierer und blicke kurz auf meine Notizen. "Was ist das denn, auf der Vorderseite Musikunterricht und auf der Rückseite die Mathehausaufgaben?!" Ich habe offensichtlich Frau Oberlehrerin getroffen. Als Grundlage für meine aufgekritzelten Fahrtzeiten hatte ich ein ausrangiertes Notenblatt benutzt - warum ein weißes Blatt nehmen, wenn auch einseitig bedrucktes noch geht? Mir liegt es auf der Zunge, sie zu bestätigen, damit Sie beim nächsten Tratsch von der Unordentlichkeit der heutigen Jugend und dem Grund des schlechten Abschneidens bei der Pisa-Studie erzählen kann. Aber leider bin ich bereits an meinem nächsten Ausstiegshalt: Jüchen. Gespannte Vorfreude hierauf hatte ich schon den ganzen Tag.
Bahnhof Jüchen
Pluspunkt im Midi-Format
Ein schattiges Plätzchen direkt an der A46
Der Ort Jüchen an sich
Ein kleiner Haltepunkt mit offensichtlich privat bewohntem Bahnhofsgebäude. Auch dieser Ort hat einen angerartigen Marktplatz und einige hübsche, kleine Häuser. Aber deshalb bin ich hier nicht ausgestiegen. Im Gegenteil. Als Bahnhof, in dem sich die Züge um wenige Minuten verzögert begegnen, eignet sich der Halt eigentlich nicht. Denn ich habe hier jetzt eine Stunde Aufenthalt.
Doch an der südlichen Stadtgrenze fängt der Ort einer riesigen "Umweltkatastrophe" an. Geht man die Straße unter der Bahn und der Autobahn 46 entlang, kommt man nach hundert Metern irgendwann an die große Kante.
Exkurs in der Exkursion: Garzweiler
Folgt man vom Bahnhof in Jüchen der "Grubenrandstraße" in Richtung... nun.... wohin führt die Straße eigentlich? Im Hinweisschild ist der Name
Otzenrath durchgestrichen. Andere Richtungen gibt es offensichtlich nicht. Hm. Nach wenigen hundert Metern kommt man zwangsläufig am Ortsausgangsschild der Stadt Jüchen vorbei. Es steht schief im Wind und ein nächster Ort, wie er üblicherweise im oberen, freigelassenen weißen Feld angegeben wird, wurde entfernt. Eine Straße ins Nichts? Rechts liegen ein paar Häuser, weiter hinten ein anderes trostloses Gebäude, vor dem einige wenige Tiere Laute von sich geben Schließ- lich weist ein Straßenschild mit der Aufschrift "Aussichtspunkt" nach links.
Hier parken zwei Autos auf einem Schotterplatz. Drei Personen stehen an einem hölzernen Geländer. Einer fotografiert, hat soeben ein Teleobjektiv auf die Kamera geschraubt. Zwei Frauen blinzeln ent- geistert in die Sonne. Keiner sagt etwas. Alle sind irgendwie geschockt. Der Fotograf kommt irgendwann, als auch ich meine Kamera mit Tele auspacke, mit mir ins Gespräch. Er mache eine Reportage über Garzweiler. Und dann stehen wir alle schweigend da in der Reihe, stützen uns auf das Geländer und blicken ins ... Nichts.
Ortsausgangsschild von Jüchen - normalerweise mit nächstem Ort
Hinter dem Geländer geht es fast senkrecht abwärts. Weit über hundert Meter tief. Hier liegt der riesige Braunkohletagebau Garzweiler I. Auf fast 5000 Hektarn Fläche wird Tag und Nacht, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche Braunkohle mit den so bekannten, riesigen Schaufelradbaggern abgebaut. Die dabei gewonnene Kohle wird direkt an die Braunkohlenkraftwerke Frimmersdorf und Neurath der RWE Power (vormals "Rheinbraun") geliefert und hier zur Stromgewinnung verbrannt. Strom aus fossiler, nicht nachwachsender Energie.
Zwei riesige Maschinen (Klassierer?) im Tagebau Garzweiler I. Vergleich: weißer Geländewagen am linken und zwei blaue Fahrzeuge links
Garzweiler. Der Name löst bei vielen Menschen heftige Magenschmerzen aus. Den Namen erhielt der Tagebau durch das umgesiedelte Dorf gleichen Namens, heute Neu-Garzweiler nördlich von Jüchen. Wo früher in einigen Dörfern und Weilern etwa 8000 Menschen wohnten, lebten, liebten und arbeiteten (die Zahlen gehen bis zu 18.000 Betroffenen), geht es bis zu 200 Meter tief in den Untergrund - das sind zwei Drittel des Pariser Eiffelturms! Für den neuen Tagebau Garzweiler II sind gerade erst Siedlungen wie Otzenrath, Holz und Pesch geräumt und abgebrochen worden - und er soll noch weiter wachsen nach Westen. Bis 2045. Lützerath, Immerath, Borschemich, Holzweiler, Keyenberg, Beverath und Kuckum sind vermutlich alle auch noch dran. Hier stehen teilweise Protestplakate am Ortseingang. Aber eine Chance haben die Bewohner wohl nicht. In einigen Jahrzehnten wird kaum noch einer die Namen kennen. Nun wissen wir auch, warum auf dem Richtungsweiser in Jüchen der Ort "Otzenrath" durchgestrichen ist. Im folgenden einige Impressionen vom Grubenrand:
Der Tagebau Garzweiler I - soweit das Auge reicht
Einer der großen Schaufelradbagger
Abraum - Kilometerlang
Eins, zwei... und hinten noch einer! Man kann kein Ende sehen
In der Vergangenheit haben sich die meisten Leute relativ zeitnah auf Entschädigungen der Rheinbraun eingelassen. Gebäude und Grundstücke wurden im Wert geschätzt, ein recht guter Preis dafür als Basis für eine Verhandlung vorgeschlagen. So haben die Menschen meist ihren Lebensstandard durch für die Zeit hochmoderne Häuser in neuen Siedlungen steigern können. Aber wer verlässt schon gerne seine gewohnte Gegend oder sein Geburtshaus? Selbst Kirchen und Friedhöfe wurden dann abgerissen und abgetragen. Mancherorts mussten Menschen zweimal umsiedeln, weil man feststellte, dass auch die neue Siedlung auf einem Kohleflöz stand. So wurde beispielsweise in Grefrath eine Kirche gebaut, in der unter anderem eine alte, Wertvolle Holzfigur aus einer im Abbaugebiet abgerissenen Kirche aufbewahrt wurde. Ganze zehn Jahre hatte die Figur ihre Ruhe, bis die Ersatz-Kirche ebenfalls gesprengt wurde.
Wer allerdings auf seiner Scholle bleiben wollte und sich auch nicht davon ablenken ließ, dass alle Nachbarn jetzt woanders und eventuell besser leben, wurde enteignet. Und dann irgendwann in voraussichtlich 50 Jahren versinkt die Grube in einem der größten Restseen der Welt, ausgewiesen als Erholungsgebiet. Schon früher propagiert, dass dies doch schöner sei als vorher.
Panorama über den Tagebau Garzweiler I und II von der Aussichtsplattform bei Jüchen. Zum verharren auf die Pause-Taste klicken!
Der benachbarte Tagebau Hambach markiert mit 293m u. NN den tiefsten Ort von NRW und zugleich die tiefste Senke Deutschlands. Ganz so tief ist Garzweiler nicht, aber schon nicht zu unterschätzen.
Die Planungen sehen eine Wanderung des Tagebaus nach Westen vor. Dabei wird rückwärtig der Abraum abgeladen, so dass die Grube von Osten her verfüllt und nutzbar für Landwirtschaft gemacht wird. Im Jahre 2045 soll dann ganz im Westen noch hinter der heutigen A61 ein Loch übrig bleiben, welches mit Wasser verfüllt und einen sogenannten Restsee in enormen Ausmaßen von 23km² und einer Tiefe von über 180 Metern bilden soll. Das Auffüllen soll durch Grundwasser und Wasser aus dem Rhein erfolgen. Angesetzt dafür sind 40 Jahre, d.h. 2085 ist das Kapitel Garzweiler nach den jetzigen Planungen Geschichte. Und wie alt sind Sie dann?
Es folgen einige Aufnahmen von der Aussichtsplattform vom Juni 2009:
Braunkohlebagger in Garzweiler. Vergleiche Menschengröße
Hier wird vom Schaufelradbagger an Garzweiler II gebuddelt
Auch durch die Blume wird es nicht viel schöner
Inzwischen rekultivierte Halden; im Hintergrund Frimmersdorf
Deutlich sichtbar hier die das Schaufelrad
Ziel der Braunkohle: Verbrennung im Kraftwerk Frimmersdorf
Westlich von Jüchen und von der Plattform befindet sich die A44 zwischen dem Kreuz Holz und Jackerath. Und weil hier so gut wie nichts los ist, kann man hier sogar auf der Bahn spazieren gehen. Ein Foto mit auf dem mittleren Markierungsstreifen liegender Kamera, eines vom Standstreifen auf der anderen Fahrbahn, eines balancierend von der Mittelleitplanke - jederzeit könnte ein Auto entgegen kommen. Und in meinem Haus- und Hofsender WDR 2 wird sicher schon gewarnt: "Auf der A44 Odenkirchen-Jackerath läuft zwischen dem Kreuz Holz und Otzenrath in beiden Richtungen ein verrückter Hobbyfotograf herum! Bitte fahren Sie vorsichtig und überholen Sie nicht!"
Balance auf der Leitplanke des Mittelgrünstreifens der A44
Weiße Markierungslinie zwischen den Fahrstreifen
Aber keine Angst, ich bin nicht lebensmüde. Es handelt sich hier um ein Reststück der Anbindung der A44 an die A46 in Richtung Grevenbroich - das hätte man vielleicht noch erwähnen können. Direkt hinter mir hört die ehemalige Autobahn an der Abbruchkante des Tagebaus Garzweiler auf. Wo früher LKWs Elefantenrennen durchgeführt haben, wo der Raser den Kleinwagen von der Überholspur verschreckt hat - hier kann kein Auto mehr fahren. Der kurze Zubringer ist inzwischen abgeschnitten von der einst kreuzenden A46. Daher ist es völlig ungefährlich, mitten auf der Autobahn spazieren zu gehen. Es ist der einzige Ort in Deutschland, wo das geht (außer es handelt sich um öffentliche Ereignisse, Ölkrisen oder autofreie Sonntage). Dank einer geteerten Zufahrt kann man hier lustige Fotos mit dem Auto auf der Autobahn machen, es gegen die Fahrtrichtung stellen oder sonstwelchen Schabernack treiben. Es ist allerdings davon auszugehen, dass das bald unterbunden wird. Eine Halterung für eine Schranke existiert bereits. Aber Grillen auf dem Standstreifen ist hier nach wie vor möglich und doch mal was anderes.
Achtung: Das Betreten von Autobahnen ist lebensgefährlich, bringt Sie und Autofahrer in Gefahr und provoziert Unfälle mit möglichem Personenschaden - Die Geschwindigkeiten sind nicht zu unterschätzen! Machen Sie das also zu Hause nicht nach!
Hinter der Straße liegt die Kante zum Tagebau Garzweiler II
Abgesehen vom Unkraut am Standstreifen: Wie gerade verlassen
"Ein Geisterfahrer auf der A44 zwischen Holz und Otzenrath"
Die A44 Richtung Odenkirchen - ab da hinten befahren
Das nennt man dann Autobahnende
Reste des Widerlagers einer Autobahnüberführung
Aus dem Kreuz Holz wurde ein Autobahndreieck. Die A44 wurde nach Norden auf enorme zwei Kilometer verkürzt und verläuft nun zwischen dem Dreieck Holz und Mönchengladbach-Odenkirchen. Apropos Autobahndreieck Holz. Benannt ist es nach der Ortschaft Holz, die sich westlich der ehemaligen A44 erstreckt. Und die wird jetzt im Juni als nächstes besucht. In GoogleEarth stehen die Häuser noch - außerdem finden sich hier viele Panoramio-Bilder, wie der Ort kurz vor seinem Abriss ausgesehen hat. Ein Ort mit Geschäften, Wohnhäusern und damit verbundenen Erinnerungen und Emotionen. Verschwunden von der Landkarte - das Ortseingangsschild ist ein leerer Rahmen. Ob in einigen Jahren noch viele Menschen wissen, wonach das Autobahndreieck benannt wurde?
Ein Spaziergang entlang der Hauptstraße von Holz
Die meisten Häuser wurden bereits abgerissen
Hier und da stehen noch Reste von Mauern
Die restlichen Häuser sind verbrettert und warten auf das Ende
Die Hauptstraße ist ein Flickenteppich
Auch eine kleine Kapelle ist betroffen
Auch sie ist zugemauert und die Fenster verbrettert
genau so wie beim benachbarten Haus
Kartoffeln wird man hier keine mehr bekommen....
Ein Bungalow mit neu gedecktem Dach steht noch
Ortsausgang Richtung Jüchen. Rechts gehts zur Grube. Hier wartet schon der Schaufelradbagger auf Nahrung - in diesem Falle "Holz"
Die ehemalige L19 von Holz nach Otzenrath. Letztes Jahr konnte man hier noch entlangfahren. Rechts der alte Wasserturm von Holz
Holz ist nun Alt-Holz - im wahrsten Sinne. Ein ähnliches Schicksal wird demnächst den übrigen Orten und Dörfern auf dem zukünftigen Gelände von Garzweiler II ereilen. Dann ist sogar noch eine Autobahn betroffen: die A61 zwischen Wanlo und Jackerath (wo noch ein ehemaliges Autobahnkreuz zum Dreieck degradiert wurde) wird dann ebenfalls abgerissen und abgebuddelt. Allerdings wird dann die A44 weiter westlich neu gebaut sein. Bis dahin vergehen noch einige Jahre. Da kann sich noch viel ändern.
Das war einmal die Hauptstraße von Holz. Eine Frage der Zeit, wann auch sie gesperrt wird.
Wenn Sie ihren Beitrag dazu leisten möchten, diese große Umweltkastastrophe und das Massenumsiedeln zu verhindern, so haben Sie doch einige Möglichkeiten, ohne gleich zu frieren, im dunkeln zu sitzen oder Dosensuppe kalt zu essen. Hier ein paar Vorschläge:
Steigen Sie gegebenenfalls auf einen anderen Stromanbieter um, der seine Energie nicht aus Braunkohle gewinnt. Der Tagebau wird von der RWE betrieben. Vielerorts wird inzwischen "Grüner Strom" sehr günstig (manchmal sogar günstiger als regulären Strom!) angeboten. Der Strom aus der Steckdose ist zwar der gleiche wie vorher, weil es sich ja um ein Verbundnetz handelt, aber der Anteil wird verändert, weil der Anbieter die Menge Strom einspeisen muss, die gekauft wird. In diesem Falle dann aus Wind-, Wasserkraft-, Solar-, Geothermie- oder Biomasse- kraftwerken - je nach Vertrag auch aus Atomkraftwerken. So unterstützen Sie auch die Weiterentwicklung, so dass Kohlekraftwerke irgendwann unrentabel sind.
Senken Sie den Energieverbrauch durch Investitionen. Neue Kühlschränke, Herde, Waschmaschinen oder Fernseher arbeiten heute sehr viel effizienter als noch vor fünf bis zehn Jahren. Dabei sparen Sie zusätzlich nachhaltig noch bares Geld, weil der absolute Stromverbrauch sinkt und Ihre Rechnung merklich kleiner sein wird. Außerdem wird der Wirtschaft geholfen.
Setzen Sie auf regenerative Energien. In unseren Gegenden rentiert sich nach etwa zehn Jahren die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage zur Stromgewinnung - wenn Sie denn ein paar Quadratmeter Dachfläche oder Fassade Richtung Süden zur Verfügung stehen haben.
Gehen Sie bewusst mit Strom um. Schalten Sie Computer, Fernseher und Radios bei Abwesenheit ab. Stöpseln Sie Geräte, die im ungenutzten Zustand im Stand-By-Betrieb arbeiten, in abschaltbare Steckdosenleisten. Löschen Sie das Licht beim Verlassen von Räumen. Stellen Sie auf Energiesparlampen oder - noch besser - auf die extrem sparsamen LED-Leuchtmittel um. Achten Sie darauf, dass Sie dabei nicht die billigen im Farbton "Kaltweiß" nehmen, sondern "Warmweiß" wählen - die kommen einer Glühlampe im Farbton am nächsten und sind angenehm.
Und bevor ich Ihnen mit den Predigten auf den Nerv gehe, marschiere ich mal langsam zurück zum Bahnhof. Der Zug wartet nicht.
Ende des Exkurses in der Exkursion.
Die Zeit wird knapp. So interessant der Landstrich auch ist. Zu Fuß die paar Kilometer zurück zum Bahnhof, wo ich fast den geplanten Zug nach Rheydt verpasse, weil der zwei Kilometer lange Rückweg kein Ende nehmen will. Glück gehabt, der RE 8 hat fünf Minuten Verspätung. Erst hinterher sehe ich, dass es vom Bahnhof einen Tunnel unter der Autobahn gibt, mit dem man hätte abkürzen können. Grmpf. Man hätte theoretisch auch zum nächsten Halt Hochneukirch laufen können. Das ist gehopst wie gesprungen.
In Odenkirchen gleicht das Bahnhofsgebäude einem Abbruchhaus, die Bahnsteigüberdachung wird mit einem Gerüst zusätzlich abgestützt. Damit sich keiner an den Holzlatten stößt, die in Kopfhöhe diagonal die Träger verbinden, sind sie in Tigerentenfarben schwarz-gelb gestrichen. Insgesamt muss der Bahnhof für Anwohner ein mächtiger Dorn im Auge sein. Ich verzichte auf einen Ausstieg und erreiche Rheydt Hbf.
Mein Quietschie fährt in die letzte Etappe
Mal was ganz neues: RB 39 "Schwalm-Nette-Bahn" in Rheydt
Bahnhofsgebäude
Altes Stellwerk
Rheydt ist ein Vorort von Mönchengladbach, was dazu führt, dass Mönchengladbach die einzige Stadt in Deutschland mit zwei Hauptbahnhöfen ist. Neben einem sehr funktionalen Bahnhofsgebäude fällt vor allem der breite Inselbahnsteig in der Mitte auf. Er besitzt sogar Grasflächen und Büsche. Der Bahnhof muss vor kurzem erst auf moderne KS-Signaltechnik umgestellt worden sein. Das alte mechanische Stellwerk steht inmitten einer Baustelle, auf den Luftbildern von GoogleEarth sieht man noch die Schatten von Formsignalen. Zugleich wurde auf dem hintersten Teil des Bahnhofs ein Einkaufszentrum errichtet. Auf Gleis 4 fährt soeben der blau-weiße Rurtalbahn-RegioSprinter der Schwalm-Nette-Bahn aus Dalheim (RB 39) ein, wartet nicht lange und verschwindet bald Richtung Mönchengladbach.
Mönchengladbach Hbf am Europaplatz
RE 2 aus Münster, hier an seiner Endstation
Der alte Maas-Wupper-Express, heutiger Zubringer nach Venlo
Einkaufsstraße in Mönchengladbach
In der düsteren Halle des Mönchengladbacher Hauptbahnhofs endet die Linie des Rhein-Erft-Expresses. Mönchengladbach ist ein kleiner Umsteigebahnhof, führen von hier aus doch Linien nach Hamm, Düsseldorf, Aachen, Krefeld und nach Venlo - heute gefahren vom noch recht jungen Maas-Wupper-Express, früher vom in dieser Exkursion betrachteten Rhein-Erft-Express.
Mit dem Gegenzug wird ein vergessener Umsteigebahnhof nachgeholt: Grevenbroich.
Bahnhof von Grevenbroich
Noch was neues: RB 38 "Erft-Bahn" Düsseldorf-Köln
Um direkt Unstimmigkeiten mit der Bevölkerung vorzubeugen: Den Namen spricht man mit langem O aus: "Grevenbrooch". Das i hat eine Dehnungsfunktion, ähnlich wie bei Troisdorf ("Troosdorf"), wie es weiter oben schon beschrieben wurde. Die meisten Leute werden den Ort nur aus dem Fernsehen kennen, sofern Sie schon einmal Hape Kerkeling alias Horst Schlämmer, den Chefredakteur des "Gevenbroicher Tagblatts" gesehen haben. Der Stadtteil, in dem der Bahnhof liegt, ist jedoch wenig spannend. Man sieht hinter der Stadt die zwei großen Braun- kohlekraftwerke Frimmersdorf und Neurath, liegt der besuchte Tagebau Garzweiler doch nur wenige Kilometer westlich von der Stadt.
Der Bahnhof hat ein hübsches, kleines Empfangsgebäude und zwei Bahnsteige. Neben RE 8 und RB 27 hält hier die Erft-Bahn der Linie RB 38 zwischen Neuss und Horrem bzw. auch nach Düsseldorf und Köln.
Ich hab jetzt Fuß, Rücken und Kopf und mache mich daher langsam auf den Rückweg.
Sebi on Tour - demnächst vielleicht auch in Ihrer Nähe ;-)