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KBS 437 - Die Hönnetalbahn: Bahnhöfe und Haltepunkte

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Haltepunkt Klusenstein - "EKLU" (Stillgelegt)

Klusenstein ist eigentlich eine Burg über dem schmalsten Abschnitt des Hönnetals, in dem die Felsen nur noch Straße, Fluss und Bahntrasse du-

rchlassen. Im Tal selbst steht die Klusensteiner Mühle, wenn diese auch verlassen ist. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert errichtet und ist heute in Privatbesitz - daher leider auch nicht zu besichtigen. Vom Haltepunkt Klusenstein aus ist die Burg nur über Umwege, jedoch nicht direkt zu erreichen. Es gibt keine Ortstafel mit dem Namen Klusenstein, dennoch liegt diese Ansammlung von Häusern nördlich von Binolen und südlich von Oberrödinghausen auf einer Stadtgrenze.

Die Burg Klusenstein liegt auf dem Stadtgebiet von Hemer nahe Brockhausen, die Mühle auf Balver Stadtgebiet westlich von Horst. Hier beginnt Richtung Süden das Hönnetal, wie es für sich berühmt ist mit schroffen Felsen und seiner Enge mit Straße, Fluss und Bahnlinie. Bekannt geworden sind die Formationen der "Sieben Jungfrauen" sowie der "Uhu-Felsen". Geprägt ist das Hönnetal durch den Kalkstein im Untergrund, das im sogenannten Karst spezielle Oberflächenformen und Eigenarten bietet, beispielsweise Tropfsteinhöhlen oder Bachschwinden - mehr dazu unter dem Bereich "Kalkstein".

Burg Klusenstein im Hönnetal, Hemer / Balve

Burg Klusenstein im Hönnetal, tief unterhalb die Hönnetalbahn

Der Haltepunkt existiert heute nicht mehr als solcher, er wurde schon mehrfach geschlossen. Die erste Schließung erfolgte 1987 zusammen mit der des Haltes Oberrödinghausen, nur etwa zwei Kilometer weiter nördlich, wurde 1988 aber bereits wieder aufgehoben. Der Haltepunkt fungierte als Bedarfshalt, so wie Volkringhausen, Menden-Süd und Küntrop heute. Im Jahre 2002 kam das endgültige Aus. Wegen fehlender Beleuchtung, die das Aussteigen für Fahrgäste in Dunkelheit - vor allem im Winter - zu einer gefährlichen Angelegenheit machen könnte, wurde der Haltepunkt wieder geschlossen. Bis heute. Nur noch bei Veranstaltungenhält hält ab und an ein Zug am Bahnsteig. Auch wenn mit dem Halt nicht DER Knotenpunkt der Hönnetalbahn verloren gegangen ist, war er doch beliebter Ausgangspunkt für Wandergruppen oder Touristen. Der Witz an der Sache ist, dass Hemer damit seinen allerletzten Haltepunkt auf dem Stadtgebiet verloren hat, nachdem 1989 (bzw. 2007) die Strecke Menden-Hemer endgültig geschlossen wurde. Es scheint, als sei die Stadt allergisch gegen Bahnen...

Haltepunkt Klusenstein Hönnetalbahn

Wartehalle und Stationsschild

Uhu-Tunnel Hönnetal-Bahn

Uhu-Tunnel im Hönnetal bei Klusenstein

Zur Ausstattung des Haltepunktes: Trotz der Schließung existiert noch die ursprüngliche Bahnsteigausstattung. Eingeschränkt. Vorhanden sind noch das Wartehaus, ein massives Steingebäude, umgebaut aus Teilen des alten Stationshäuschens (Es soll der ehemalige Abort sein), ein Mülleimer (der sehr offensichtlich geleert wird) und das Stationsschild, leicht angerostet von Wind und Wetter. Daneben stehen allerlei technische Geräte in Kästen verpackt auf dem Bahnsteig. Parkplätze gibt es offiziell keine, dennoch wurde bzw. wird regelmäßig in der Zufahrt geparkt. Die Erreichbarkeit als Fußgänger ist heute auch bescheiden.

Der Bahnsteig hat eine Höhe von ca. 38cm, ist also für Niederflurfahrzeuge geeignet - wenn ein Zug halten würde. Die Länge des Bahnsteigs ist unbekannt. Er wird in der Statistik der Bahn nicht mehr aufgeführt.

Von Binolen aus ist es etwas gefährtlich, den Haltepunkt fußläufig über die B515 zu erreichen, da es keinen Geh- oder Fahrradweg gibt. Ein Wanderweg führt von Binolen aus sehr versteckt zwischen Hönne und Bahnlinie im engen Tal und endet direkt auf dem Bahnsteig hinter dem Wartehaus. Nördlich vom Haltepunkt überquert die Bahn mit zwei Viadukten die Hönne und die Hönnetalstraße und unterfährt mit dem 116m langen Uhu-Tunnel den gleichnamigen Felsen. Hier ergibt sich das berühmte Fotomotiv der Strecke mit dem Zug vor dem Uhu-Felsen bzw. seinem Tunnel.

(c) Bilder, Text und Grafiken: S.Hellmann - www.mytrainsim.de

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