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Nahverkehr in NRW: Teil 4 - RB 53: Die Ardey-Bahn

Die Ardey-Bahn ist eine Regionalbahnlinie zwischen Dortmund und Iserlohn. Der Ardey (oder auch das "Ardeygebirge") ist dabei ein kleiner Gebirgszug, der das westliche Ende des Haarstrangs markiert, eine markante, langgezogene Schichtstufe nördlich des Sauerlands. Das Ardeygebirge befindet sich allerdings viel weiter westlich bei Witten, Wetter und Hagen. Wieso diese Bahn nun Ardey-Bahn heißt? Weiß der Geier. Eigentlich müsste diese Linie "Um-den-Ardey-drumrum-Bahn" heißen.

Die Linie ist etwa 38 Kilometer lang und nutzt hauptsächlich die gleichnamige, 1910 bzw. 1920 fertiggestellte Bahnstrecke (KBS 433 Hörde-Iserlohn). Die Strecke ist zur Hälfte eingleisig und unelektrifiziert, ein Teil ist zweigleisig. Es werden jedoch einige elektrifizierte Strecken auf kurzen Abschnitten mitgenutzt, z.B. die Hellwegbahn zwischen Dortmund und Hörde oder die Strecke Hamm- Hagen zwischen den Abzweig Heide und Schwerte. Die Züge kreuzen bzw. begegnen sich in Schwerte und Kalthof.

In der Woche gibt es einen Halbstundentakt, am Wochenende fährt alle 60 Minuten ein Zug. Die Fahrtzeit von Dortmund nach Iserlohn beträgt etwa eine Dreiviertelstunde. Daher plant man auch zur Zeit an einer Sprinter-Verbindung. Die nebenstehende Karte zeigt den Verlauf der Ardey-Bahn zwischen den Endpunkten Dortmund Hauptbahnhof und Iserlohn Stadtbahnhof.

RB 53 Ardeybahn Karte

Von Dortmund nach Iserlohn fährt die Ardeybahn üblicherweise in einer Doppeltraktion von LINT41 (Leichter, innovativer Nahverkehrstriebwagen, zweiteilig und 41 Meter lan; Baureihe 648), vereinzelt trifft man auch auf die kürzeren LINT27 der Baureihe 640 oder beides zusammen, was ein etwas gewöhnungsbedürftiges Aussehen hat. In Schwerte wird der hintere Zugteil abgekoppelt und es geht solo weiter nach Iserlohn. Auf dem Rückweg wird der abgestellte Zug einfach wieder dem Zugverband hinzugefügt bzw. der Zug aus Iserlohn fährt auf.

Bevor die Ardey-Bahn zusammen mit RB 54 "Hönnetal-Bahn", RB 52 "Volmetal-Bahn" und dem RE 57 "Dortmund-Sauerland-Express" ab 2004 im sogenannten Sauerland-Netz ausgeschrieben war, traf man hier "Quadratschädel" der Baureihe 624 an. Das typische Nageln des Motors bei Beschleunigung, überheizte Abteile und Flure mit Tropenklima, schwergängige Türen, stirnrunzelnde Triebfahrzeugführer, die hier und dort eine Klappe öffnen, um herauszufinden, warum die Maschine heute wieder nicht will und überall diese Ölflecken auf den Schwellen. Das war eine Zeit!

In Dortmund Hauptbahnhof fährt die RB 53 aus dem Kopfbahnhofsbereich im Westen ab, zusammen mit den anderen Linien des Sauerland-Netzes und der Hellweg-Bahn. Mehr Informationen zu Dortmund erhalten Sie im zentralen Artikel zum RE 1, der Link ist ganz unten aufgeführt.

Dortmund Hauptbahnhof

Dortmund Hauptbahnhof

Volmetal- und Hellweg-Bahn

RB 59 und RB 52 - von hier fährt auch die Ardey-Bahn

Ardey-Bahn mit LINT27

Ab und zu auch mal mit LINT27 und vom anderen Gleis

Rhein-Hellweg-Express

RE 11 "Rhein-Hellweg-Express" Düsseldorf-Paderborn

Der Zug fährt nach Westen aus und umfährt die Innenstadt, um anschließend im Süden am Stadion Richtung Osten zu fahren. Schließlich erreicht er den Bahnhof Signal-Iduna-Park. Dabei handelt es sich nicht um den Betriebsbahnhof einer Versicherung, sondern um den ehemaligen Haltepunkt Dortmund-Westfalenhalle. Er liegt in unmittelbarer Nähe zum Westfalenstadion, welches gemäß eines Sponseringvertrages "Signal-Iduna-Park" heißt und in dem bei Heimspielen an Bundesliga-Spieltagen Borussia Dortmund antritt. Ein paar Schritte weiter befindet sich mit den Westfalenhallen das große Messezentrum der Ruhrgebietsmetropole. Daneben findet sich hier eine große Eishalle und ein Zugang zum Westfalenpark, einem großen Park mit Spielplätzen, Seen, Teichen, Cafés, einer Seebühne und viel Grün, in dem schon mehrfach Garten- schauen stattfanden. Im Park steht auch der Florianturm.

Signal-Iduna-Park

Dortmund-Sauerland-Express fährt am Stadion vorbei

Dortmund-Sauerland-Express am Signal-Iduna-Park

Durchfahrt durch den Bahnhof Signal-Iduna-Park

Bahnhof Signal-Iduna-Park mit Ardey-Bahn

Doppelte Ardey-Bahn hält am Bahnsteig

Signal-Iduna-Park

Farbig gestaltete Brücke und Westfalenstadion

Signal-Iduna-Park

Ardey-Bahn am Stadion

Westfalenhalle 1

Westfalenhalle 1, Teil des Messe-Zentrums

Der Bahnhof ist für Massenverkehr ausgelegt, was ermöglicht, dass theoretisch vier Züge gleichzeitig an den beiden langen Bahnsteigen stehen können. In der Woche ist es - abgesehen von einigen Schülern des benachbarten Gymnasiums - menschenleer. Wenn hier aber die Borussia spielt oder eine größere Messe in den Westfalenhallen stattfindet (oder beides), dann ist hier die Hölle los. Dann hält hier auch der RE 57 außerplanmäßig. Für die Fußball-WM 2006 wurde der Haltepunkt extra modernisiert. Die Bahnsteige sind daher im Vergleich zu früher deutlich breiter und die Böschungen lichter gestaltet. Neue Lampen wurden aufgestellt und die Zugänge verbessert. Dabei ist der Umbau allerdings noch eine "Sparversion", war für den WM-Bahnhof doch anfangs eine auffällige Überdachung vorgesehen. Beim Umbau wurden einige Hohlräume im Boden gefunden, die zeitintensiv verfüllt werden mussten. Eine Folge war, dass alle Züge, die hier verkehren, umgeleitet wurden oder ganz ausfielen - teilweise über mehrere Monate hinweg. Pünktlich zur WM wurde der Halt fertiggestellt und verkommt nun langsam nach einer kurzen Hochglanzphase wieder. Hier und da wachsen im Sommer schon Wälder von Gräsern, Müll liegt herum. Pflege ist teuer und aufwändig.

Bahnhof Hörde

Bahnhof Dortmund-Hörde

Bahnhofsgebäude Hörde

Im Grün spielen die Ratten

Dortmund-Sauerland-Express in Hörde

Dortmund-Sauerland-Express aus Winterberg fährt ein

Bahnhofsgebäude Hörde

Bahnhofsgebäude - bald Vergangenheit

Es geht anschließend nach Hörde, liebevoll "Baracke mit Gleisanschluss" genannt. Hörde ist ein Dortmunder Stadtteil im Umbruch. Ehemals vom Hochofenwerk "Phoenix" dominiert, wurde das Werk nach China verkauft, dazu demontiert und in Asien wieder aufgebaut. Zurück blieben einige Relikte und Hallen, die derzeit unter der Bezeichnung "Phoenix West" in ein Veranstaltungszentrum umgebaut werden. "Phoenix Ost" dagegen wird nicht aus der Asche auferstehen, sondern eher untergehen wie Atlantis, hier entsteht nämlich der große "Phoenix-See". Man hofft auf eine Verbesserung des Umfeldes und neue Freizeitmöglichkeiten. Über eine Brücke führte einmal die Eliasbahn über die Trasse der Hellwegbahn. Hier zog der "Feurige Elias" flüssiges, glühendes Roheisen zwischen der Hermannshütte und Phoenix West hin und her. Zum Schutz ist diese Strecke in einem Trog aus Stahl und Beton gelagert. Weitere Zeugen des Industrieschwerpunktes Stahl hier in Hörde sind riesige grüne Gicht- und Kokereigasrohre, die heute noch teilweise auch neben der Strecke verlaufend auf Betonstützen liegen.

In Hörde zweigt die Ardey-Bahn von der Hellwegbahnstrecke ab und biegt in Richtung Süden ab. Der Fahrdraht endet hier ebenfalls. Ein Stück fährt auch der Dortmund-Sauerland-Express auf diesem Abschnitt. Er hält allerdings nicht in Aplerbeck-Süd, so wie die Ardey-Bahn es jetzt tut:

Ardey-Bahn in Aplerbeck Süd

Aplerbeck Süd - Wie Löttringhausen (RB 52) mit Dachgerippe

Ardey-Bahn in Aplerbeck Süd

Zwei 648er spielen Rasenmäher

Hier liegt ein Inselbahnsteig inmitten von Unkraut und hohen Gräsern. Wie in Löttringhausen (vgl. Bericht RB 52 "Volmetalbahn") auch, fehlt hier ein Teil des Bahnsteigdachs. Das Stahlgerippe ist aber vorhanden. Mit einem Einwohner des Ortes komme ich ins Gespräch. Er schwärmt von den Zeiten, als hier noch ein Empfangsgebäude mit Fahrkartenausgabe gestanden haben soll. Das muss lange her sein...

Es geht durch den fast 800m langen Schwerter Tunnel und wir fahren auf die Strecke Hamm-Hagen, die wiederum unter Strom steht. Nächste Station der Ardey-Bahn ist Schwerte. Hier wird der hintere Zugteil stehen gelassen. Wert weiterfahren möchte, muss umsteigen.

Bahnhof Schwerte / Ruhr

Bahnhof Schwerte mit Bahnsteigen auf einem Straßentunnel

Bahnhofsgebäude Schwerte

Bahnhofsgebäude

Bahnhofshalle Schwerte

Kleine Bahnhofshalle mit Kneipe, Bäcker und Buchhandlung

Ardey-Bahn in Schwerte

Ardey-Bahn kommt aus Iserlohn - mit Solo-Triebwagen

Bis vor Kurzem war Schwerte noch eine Hochburg der Formsignale. Die sind inzwischen abgebaut und durch KS-Signale ersetzt worden. Nun ist die Strecke bis Iserlohn eingleisig, der Fahrdraht endet wieder am Abspanner.

In Schwerte halten neben der Ardey-Bahn drei wichtige Regionalexpresslinien des Landes, nämlich der RE 17 von Hagen nach Kassel durchs Ruhrtal, der RE 7 von Krefeld via Köln nach Rheine und der RE 13 von Hamm nach Venlo über Wuppertal und Düsseldorf. Der RE 57, der von Dortmund auf der gleichen Strecke wie die Ardey-Bahn fuhr, zweigt kurz vor Schwerte in einer Verbindungskurve auf die Obere Ruhrtalbahn ab und fährt ohne Halt bis Fröndenberg weiter nach Bestwig oder Winterberg.

Dreimal wird am Westhofener Kreuz eine Autobahn unterfahren. Es folgt das Ruhrtal, wo über eine längere Brücke sowohl der Fluss als auch ein Polder für den Hochwasserschutz überquert wird. Ergste lasse ich vorerst rechts liegen. An der nächsten Station in Hennen steige ich aus.

Bahnhof Hennen

Haltepunkt Hennen - ehemaliges Bahnhofsgebäude und Pluspunkt

Ardey-Bahn in Hennen

 

Einstmals lag der Bahnhof weit ab vom eigentlichen Ort Hennen. Dieser ist mit der Zeit jedoch an den Halt angewachsen, hier finden sich auch einige Industrielagerhallen. Die Lage des modernisierten Bahnsteigs und des Empfangsgebäudes, welches Privatbesitz ist, zeigen, dass auch hier einmal mehr los war. Immerhin existiert noch ein Ladegleis, von dem allerdings auf einer Länge von etwa zwei Metern ein Teilstück fehlt. Ein Wendehammer mit langgezogener Insel erinnert an einen Zentralen Omnibusbahnhof. Vielleicht war eine Haltestelle einmal geplant aber nicht verwirklicht worden. Zumindest gibt es kein Haltestellenschild. Mit dem Gegenzug fahre ich die eine Station zurück bis nach Ergste.

Bahnhof Ergste

Haltepunkt Ergste

Bahnhofsgebäude Ergste

Altes Bahnhofsgebäude mit erhaltenem Stationsschild

Bahnhof Ergste

Der Bahnhof von der Straßenseite

RB 53 Ardey-Bahn im Bahnhof Ergste

 

Ergste. Rückbau. Hier gab es einmal zwei Bahnsteige, getrennt voneinander durch das heutige Durchgangsgleis. Reste des Mittelbahnsteigs sind noch heute zu sehen, dennoch werden sie langsam von Gebüschen und Löwenzahn zugewachsen. Das Empfangsgebäude ist in einem sehr guten Zustand und Sitz einer Firma. Über der Tür hängt noch das alte Stationsschild - oder ist es doch eine gut gemachte Kopie? Vor dem Haus findet sich auf der Straßenseite ein Pluspunkt im Maxiformat. Östlich schließt sich ein auffallend großer P&R-Parkplatz an.

Was hat das an dieser kleinen Station in diesem Ort für einen Sinn? Ganz einfach. Ergste ist der letzte Bahnhof der Strecke im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Ab der nächsten Station Richtung Iserlohn gelten Übergangstarife. Wer zur Arbeit pendelt und hier das Auto stehen lässt, kann einiges an Geld sparen. Der Bahnhof ist also ein kleiner Geheimtipp unter Pendlern. Ruckzuck ist man von hier aus schließlich in Dortmund, beträgt die Fahrzeit nach Dortmund knapp eine halbe Stunde...

Haltepunkt Iserlohnerheide

Haltepunkt Iserlohnerheide

Ardey-Bahn Iserlohnerheide

Im Gegenlicht der Blick zur Entgiftungsanlage

Streugut-Behälter

Wer wollte schon immer mal wissen, was hier drin ist?!

Bahn Streugut-Behälter

Klappe auf - Säcke mit Streugut. Bis oben hin voll.

Kleine Zwischenfrage: Wie nennt man ungläubige Bewohner Iserlohns? Genau. Iserlohner Heiden. Okay, schlechter Witz. Aber in die Iserlohner Heide fahre ich jetzt. Vorbei am Industriemuseum "Maste-Barendorf" wird der kleine Haltepunkt schnell erreicht. Die Iserlohner Heide ist allerdings keine idyllische Heide, die Sie sich jetzt vielleicht vorstellen mögen. Vielleicht mit Erika-Gewächsen oder Wacholder? Es ist vielmehr die berühmte "Grüne Wiese", auf der Industrie und Gewerbe angesiedelt wurde. Neben der zentralen Entgiftungsanlage mit ihrem dominierenden Gebäude und dem großen Schornstein finden sich Baumärkte, Lebensmittelläden, Großgärtnereien und vieles mehr. Der Ortsteil schreibt sich übrigens in einem Wort, also "Iserlohnerheide". Der Haltepunkt sieht, obwohl modernisiert, schäbig aus. Vom Pluspunkt im Midi-Format fehlt die Hälfte aller Glasscheiben, Fahrkartenautomaten gibt es keinen, der steht 50m weiter östlich an der Straße. Grafitti sieht man hier und da. Das Rot des Pluspunkts verblasst und der Turm ist zerkratzt. Unkraut wuchert, es riecht nach Notdurft. Dennoch entdecke ich in der Ecke etwas sehr fortschrittliches: Fahrradboxen. Massive Kisten mit stabilen Schlössern. Nix besonderes bisher - aber das Schild: KOSTENLOS zu Vermieten für Interessierte! Einfache Anfrage an die angegebene Telefonnummer reicht.

Schon bald habe ich dennoch kein Interesse mehr an diesem Halt. Dennoch muss ich eine Dreiviertelstunde auf die Nicht-durch-den-Ardey-fahr-Bahn warten. Essensvorräte sind aufgebraucht, für den Baumarkt heute auch kein Interesse. Nichtmal ein Buch habe ich dabei. Und die Handyspiele sind auch nicht sonderlich spannend.

Ardey-Bahn in Kalthof

Kreuzungsbahnhof Kalthof

Bahnhof Kalthof

Stellwerk-Kabuff des Fahrdienstleiters Kalthof

Nach gefühlten drei Stunden kommt der nächste Zug. Es geht bis nach Kalthof, wo sich die Züge auf der eingleisigen Strecke kreuzen. Hier gibt es noch einen Fahrdienstleiter. Dieser sitzt in seinem kleinen Kabuff, heute bei dem schönen Wetter aber meistens draußen. Er macht sogar Ansagen! "Es fährt nun ein: Regionalbahn nach Iserlohn..." Das nachfolgende Gähnen kann man sich dazudenken - immerhin gibt es hier zweimal die Stunde (am Wochenende einmal) kurzen Auflauf und dann ist wieder für lange Zeit tote Hose. Zugwechsel - das sind doch mal schöne kurze Umsteigezeiten - und es geht in die letzte Etappe.

Zugkreuzung im Bahnhof Kalthof

Zugkreuzung in Kalthof

Die letzte Etappe führt - wieder vorbei am Industriemuseum und dem Haltepunkt Iserlohnerheide - um die Stadt Iserlohn herum, um im Bahnhof am Puffer die eigentliche Exkursion zu beenden. Die Geschichte des Bahnverkehrs in Iserlohn ist eine eigene Exkursion wert.

Bahnhof Iserlohn Stadtbahnhof

Ardey-Bahn am nördlichen Bahnsteig

Iserlohn-Stadtbahnhof

... von der Bahnhofshalle aus gesehen

Ardey-Bahn und Ruhr-Sieg-Bahn

Zusammen mit dem Abellio-FLIRT auf dem südlichen Bahnsteig

Iserlohn Stadtbahnhof 2008

Das noch im Bau befindliche Bahnhofsgebäude

Stadtbahnhof Iserlohn

Stadtbahnhof mit fertigem Vorplatz

ruhr-Sieg-bahn nach Hagen

RB 91 "Ruhr-Sieg-Bahn" von Iserlohn via Letmathe nach Hagen

Es gab einen West- und einen Ostbahnhof. Nach Schließung der Nebenstrecke von Menden nach Iserlohn 1989 wurde nur noch der Westbahnhof angefahren, die Gleise nach Osten sind inzwischen abgebaut. Der Westbahnhof, nun Sackbahnhof für die Ardey-Bahn und die Iserlohner Bahn nach Letmathe, wurde zum einzigen Bahnhof der Innenstadt Iserlohns und 2008 neu gebaut. Mit Gestaltung des Umfeldes ist ein hoher Klotz entstanden, in dem die VHS der Stadt logiert und zugleich Reisezentrum, Buchhandlung, Bäcker und diverse Kleingeschäfte untergebracht sind. Außerdem hat die Stadt einen schönen ZOB erhalten, man kann jetzt vom Bus direkt in die Bahn umsteigen - niveaugleich und ohne nass zu werden. Interessanterweise gibt es keine Signale und keine Weichen, bei diesem "Stadtbahnhof" handelt es sich also vielmehr um einen Haltepunkt an zwei unabhängigen Strecken. Ein Gleiswechsel ist nicht möglich.

Die südliche der beiden Strecken ist elektrifiziert, hier fahren die silbernen FLIRT der Abellio Rail nach Essen, die in Letmathe mit dem RE 16 bzw. der RB 91 aus Siegen zusammengekuppelt werden. Dieser Zug fährt dann übrigens wirklich durch das Ardeygebirge im Tal der Ruhr zwischen Hagen und Witten. Er trägt aber den Namen "Ruhr-Sieg-Express" bzw. "Ruhr-Sieg-Bahn".

Rathaus von Iserlohn

Breite Fußgängerzone

Es ist etwas Zeit und Gelegenheit für einen Stadtbummel durch die Fußgängerzone, die nach nur wenigen hundert Metern erreicht ist. Dann knurrt der Magen...

Sebi on Tour - Demnächst vielleicht auch in Ihrer Nähe ;-)

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