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Nahverkehr in NRW: Teil 47 - RB 25: Die Oberbergische Bahn

Die Oberbergische Bahn ist eine ca. 70km lange Regionalbahnlinie zwischen Köln-Hansaring und Marienheide. Sie befährt die Aggertalbahn, eine Eisenbahnstrecke mit einer sehr wechselvollen Geschichte - mit Höhen und Tiefen. Doch zunächst einmal der Verlauf der Linie:

Karte RB25 "Oberbergische Bahn" / Aggertalbahn

Geographie:

Die Oberbergische Bahn fährt von Köln aus direkt hinter dem Hauptbahnhof über den Rhein und verlässt bei Heumar die flache Kölner Bucht. Sie erreicht hier das Bergische Land, welches sie nicht mehr verlässt. Das Bergische Land trägt den Namen des alten Großherzogtums Berg und hat trotz des hügeligen Reliefs grundsätzlich vom Namen her nichts mit einem bergischen bzw. bergigen Land zu tun. Ab Overath folgt die Bahnstrecke dem kurvenreichen Lauf des Flusses Agger, nach dem sie auch benannt ist. Bei Marienheide geht das Bergische Land in das Sauerland über.

Geschichte:

Die heutige Strecke ist nur noch ein Rest der ursprünglichen KBS 459 "Aggertalbahn" zwischen Siegburg und Olpe. Sie wurde in verschiedenen Abschnitten Mitte bis Ende der 1880er Jahre eröffnet und war von Overath zunächst über Lohmar mit Siegburg verbunden - die heutige Verbindung nach Köln-Kalk existierte zu dem Zeitpunkt noch nicht. 1884 führte die Strecke bis Ründeroth, drei Jahre später über Dieringhausen bis nach Derschlag, schließlich neun Jahre später bis Bergneustadt und 1903 bis Olpe.
Am 01.08.1910 wurde mit der Eröffnung des über einen Kilometer langen Hoffnungsthaler Tunnels die heutige Verbindung nach Köln geschaffen. Durch den Bau des Hoffnungsthaler Tunnels zwischen Hoffnungsthal und Honrath war die alte Verbindung Overath-Siegburg unnötig, da die Reisezeit nach Köln erheblich gesenkt werden konnte. Die alte Strecke zwischen Lohmar und Overath wurde schließlich 1962 geschlossen und abgebaut.
Zwischen Dieringhausen und Olpe wurde der Betrieb in den 1970er Jahren zunächst stark reduziert bis auf ein einziges Zugpaar im Winter- fahrplan 1979 / 1980 und schließlich stillgelegt. So blieb zunächst der Personenverkehr von Köln nach Meinerzhagen. Der erhalten gebliebene

Abschnitt von Agger- und Volmetalbahn hatte bekanntermaßen die Ehre, Ver- suchsträger für die neue Zuggattung "City-Bahn" zu sein. Das Konzept sah einen Taktfahrplan und modernisiertes Fahrzeugmaterial vor. Eingesetzt wurden dazu eine Diesellok der Baureihe 218 und modernisierte Silberlinge (Wendezug), die außen in den Farben lachsorange-kieselgrau (wie die S-Bahnen an Rhein und Ruhr) lackiert waren und in den Personenwagen eingerichtet waren wie die zu dieser Zeit sehr modernen Triebwagen des Typs 628. Sogar ein Zug-Café war mit an Bord. Tatsächlich konnten durch diesen Probebetrieb die Fahrgastzahlen auf der von der Stilllegung bedrohten Strecke enorm gesteigert werden. Dennoch wurde zunächst der Verkehr ab Marienheide (1986), ein Jahr später ab Gummersbach eingestellt. Seit Ende der 1990er Jahre fahren Triebwagen der Baureihe 644 "Talent" (="Talbot leichter Niederflurtriebwagen") auf der Strecke, die die lokbespannten Züge verdrängten.
Erst seit 2003 fahren wieder Züge nach Marienheide. Die Schließung der Lücke zwi- schen Brügge (Volmetalbahn) und Marienheide und die Wiederaufnahme des durch- gehenden Betriebs auf der Volme-Agger-Bahn steht in den nächsten Jahren bevor. Dann kann man - nach vollzogener Linienausschreibung - von Köln bis nach Meinerz-hagen fahren und irgendwann bis nach Lüdenscheid oder Hagen. Vielleicht...

Baureihe 218 City-Bahn (MSTS)

Baureihe 218 in City-Bahn-Lackierung (Simulation)

Exkursion:

Nie war es so kompliziert wie jetzt, die Anfahrt zur Exkursion vom Ausgangspunkt Fröndenberg im Herzen des Bundeslandes zu planen. Le- diglich 14 Kilometer trennen Brügge von Marienheide, Luftlinie natürlich. Nach Brügge komme ich von Hagen aus in relativ kurzer Zeit mit der Volmetalbahn. Fast könnte man Laufen, was vielleicht gar keine schlechte Lösung wäre. Für eine Verbindung Brügge-Marienheide schlägt die Bahn-Webseite geringfügige Umwege von mehr als drei Stunden vor. Für 14 Kilometer! Von Brügge nach Hagen, von Hagen nach Köln und von Köln nach Marienheide. Das Verhältnis ist rein rechnerisch etwa das selbe, als wolle man von Berlin nach Hamburg und fahre über Rom! Alter- nativ kann ich auch in Wuppertal-Oberbarmen umsteigen in den "Müngstener" und von Remscheid-Lennep mit dem Bus direkt nach Marienheide. Aber auch der Bus fährt etwa eine Stunde auf der Strecke und vorbei an unzähligen Haltestellen. Offensichtlich sorgt die Grenze zwischen den Zweckverbänden dafür, dass es hier keine besseren Verbindungen gibt. Ich füge mich und wähle die Variante über Unna und Köln.

Köln Hauptbahnhof

Der Hauptbahnhof von Köln direkt am Dom

Transregio in Köln

Die Mittelrheinbahn als TR26 der Transregio in Köln

Kölner Dom

Der Kölner Dom mit der Hohenzollernbrücke

Köln Altstadt vom Dom

Blick vom Kölner Dom über die Altstadt von Köln und den Rhein

Soeben geht über Köln die Sonne auf. Köln, Kölle, Colonia, Cologne - Vermutlich zusammen mit Berlin, Hamburg, dem Hofbräuhaus und Heidelberg eine der berühmtesten deutschen Städte im Ausland. Wahrzeichen ist natürlich der Dom, den man schon von weiter Ferne erkennen kann. Nicht weniger berühmt ist der Kölner Karneval, bei dem man hier in Köln zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch kein Bein an die Erde bekommt. Köln ist fast Millionenstadt, die Einwohnerzahl beträgt gerundet knapp 1 Mio Einwohner, damit ist sie nach Berlin, Hamburg und München die viertgrößte Stadt der Bundesrepublik und zugleich größte Stadt in NRW - dennoch aber nicht dessen Landeshauptstadt.

Mehr zu Köln und auch mehr Fotos vom Südturm des Kölner Doms über die Stadt finden Sie unter dem RE 1 "NRW-Express", Link ganz unten.

Die Endstation der Oberbergischen Bahn, der Halt Köln-Hansaring, ist ein S-Bahnhof und wenig spektakulär. Die RB 25 ist die einzige Linie, die von Osten kommend in Köln Endstation hat. Es gibt keine einzige Linie, die nur bis zum Hauptbahnhof fährt. Alle anderen in Köln endenden Linien, die von Westen einfahren, überqueren noch den Rhein und haben in Deutz ihre Endstation:

Köln-Deutz Bahnhof

Bahnhofsgebäude Köln Messe / Deutz

Köln-Deutz RE 12

RE 12 "Eifel-Mosel-Express" nach Trier

Köln-Deutz ICE-T

ICE-T fährt durch den Bahnhof ins BW Deutzerfeld

Cologne Triangle

CologneTriangle, ein Hochhaus am Deutzer Bahnhof

Der Bahnhof mit vier Inselbahnsteigen liegt direkt am Rheinufer zwischen Messe und Lanxess-Arena. Hier enden - wie gesagt - die meisten Linien, die von Westen kommend bis Köln führen, beispielsweise die RE 12 und 22 aus Richtung Gerolstein und Trier, die Regionalbahnen 24 aus Kall, 26 aus Koblenz und 38 aus Düsseldorf via Neuss und Horrem. Der Fernverkehr hält hier teilweise ebenfalls. Eine Zeit lang war Deutz für den Thalys aus Richtung Paris-Nord und Brüssel-Midi Endstation. Das ist erstaunlich, da der Hauptbahnhof von Köln nur wenige hundert Meter entfernt ist und über die Hohenzollernbrücke zu Fuß recht schnell zu erreichen ist.

Sehr offensichtlich gilt die RB 25, um langsam zum Thema zu kommen, im Raum Köln als eine Art S-Bahn. Die Gleichsetzung der Oberberg-ischen Bahn als S-Bahn erkennt man in Deutz daran, dass sie im normalen, ausgehängten gelben Fahrplan nicht auftaucht. Ganz oben steht nach längerer Suche, während man sich schon selbst als "Blindfisch" tituliert, ganz klein, aber immerhin fett gedruckt

"Ohne S-Bahn und RB 25!"

Dafür hängt der Plan der Zeiten neben dem der S11, 12 und 13, die alle am selben Bahnsteig ganz im Norden des Deutzer Bahnhofs abfahren. Etwas überrascht bin ich, dass der Talent der Baureihe 644 (eine etwas längere Variante der Baureihe 643 mit einer zusätzlichen Tür) in Dreifachtraktion fährt. Mit einer Handvoll anderer Leute bin ich der einzige im hintersten Zugteil. Es folgt der S-Bahnhalt Köln-Trimbornstraße und nach einem Abzweig von der Bahnstrecke in Richtung Troisdorf der neue Halt Köln-Frankfurter Straße, gelegen inmitten eines entstehenden Gewerbeparks am Rande der Stadt. Der Halt befindet sich bereits in einer Schleife zum Flughafen Köln-Bonn, dessen Fernbahnhof unterirdisch ist und nur durch Tunnel erreicht wird. Hinter dem S-Bahnhof teilt sich die Strecke auf nach Süden Richtung Flughafen und nach Osten ins Oberbergische Land. Dieser Richtung folgt auch die RB 25. Im nicht mehr aktiven Bahnhof von Heumar wird die Strecke eingleisig. Hier streift sie außerdem das Nordende der Wahner Heide. Etwa sechs Kilometer weiter liegt der nächste Halt der Oberbergischen Bahn am Waldrand: Rösrath-Stümpen. Ich bleibe sitzen und fahre noch zum nur zwei Kilometer entfernten Bahnhof Rösrath weiter.

Oberbergische Bahn in Rösrath

Bahnhof Rösrath

Bahnhofsgebäude Rösrath

Wie ein Keks unter´m Baum: Ein schattiges Plätzchen

Der fast 30.000 Einwohner große Ort Rösrath liegt nordöstlich des Flughafens Köln/Bonn und gehört zum Rheinisch-Bergischen Kreis. Er taucht häufiger in den Verkehrsnachrichten bei Staumeldungen auf, besitzt er doch eine (wenn auch etwas einseitige) Abfahrt an der nahegelegenen A3. Hier im ersten Kreuzungsbahnhof auf der eingleisigen Strecke steht bereits der Gegenzug und wartet darauf, dass wir den Weg freimachen. Die Sonne steht noch sehr tief über den Bergen, das Bahnhofsgebäude steht im Schatten. Ich gehe zu Fuß weiter.

Bahnhofsgebäude Hoffnungsthal / Aggertalbahn

Hoffnungsthal - Empfangsgebäude des Bahnhofs

Oberbergische Bahn in Hoffnungsthal

... und Inselbahnsteig

Nach einem zwanzigminütigen Fußmarsch erreiche ich Hoffnungsthal, einem Vorort von Rösrath. "Hoffnungslos" würde besser passen - angesichts des eher trostlosen Bahnhofs. Ein blassrotes Empfangsgebäude mit Bistro im ähnlichen Baustil wie das in Bad Berleburg. Der Inselbahnsteig besitzt eine Bank, zwei Fahrkartenautomaten und ein kurzes Dach. Auch Hoffnungsthal bietet eine Kreuzungsmöglichkeit. Etwa zwei Kilometer weiter befindet sich das westliche Portal des 1087m langen Hoffnungsthaler Tunnels. Als Besonderheit steht einige hundert Meter vor dem Portal ein Aquädukt, das in einem Stahltrog Wasser eines Baches über den Geländeeinschnitt der Bahntrasse fördert.

Mit dem nächsten Zug passiere ich zunächst Overath, Engelskirchen und Ründeroth. Wenn man in der Vorweihnachtszeit einen Brief bzw. Wunschzettel mit der Anschrift "An das Christkind, 51677 Engelskirchen" schreibt, bekommt man sogar eine Antwort. Hier befindet sich nämlich ein "Weihnachtspostamt". Was alledings nicht heißt, dass materielle Wünsche erfüllt werden. Praktischerweise wäre ich, sofern ich mich statt der Anreise über Köln für eine Busfahrt über Remscheid-Lennep entschieden hätte, durch den Ort "Tannenbaum" gefahren. Der Bahnhof in Engelskirchen besitzt als einziger auf der Strecke noch Formsignale. In Osberghausen zweigt von der Aggertalbahn die Wiehltalbahn ab. Sie ist für Personenverkehr stillgelegt, nur ab und an fahren Güterzüge und Sonderfahrten im Tourismusverkehr. In einem langwierigen Rechtsstreit wur- de die Strecke endgültig bis 2056 (kein Fehler!) gesichert. Es soll nun wieder ein regelmäßiger Verkehr eingerichtet werden. Was auch immer das heißt. Nur knapp einen Kilometer südlich vom Abzweig steht übrigens die Wiehltalbrücke der A4, die 2004 Schlagzeilen machte, weil durch einen Unfall mit anschließendem Brand die Brücke so stark beschädigt wurde, dass sie monatelang gesperrt bzw. teuer saniert werden musste.

Oberbergische Bahn in Dieringhausen / Aggertal

Oberbergische Bahn verlässt Dieringhausen Richtung Köln

Bahnhof Dieringhausen

Aktiver Bahnsteig von Dieringhausen

Bahnhof von Dieringhausen

Ein kleines Aufsichtshäuschen gammelt vor sich hin

Oberbergische Bahn in Dieringhausen

RB 25 "Oberbergische Bahn" aus Marienheide

Oberbergische Bahn RB 25 in Dieringhausen

RB 25 nach Köln-Hansaring

Bahnsteige in Dieringhausen

Weniger aktiver Bahnsteig von Dieringhausen

Bahnsteig Dieringhausen Aggertalbahn

Starkes Holzgerüst trägt das markante Bahnsteigdach

stillgelegtes Stellwerk in Dieringhausen

Stillgelegtes Stellwerk von Dieringhausen

Bahnsteige in Dieringhausen

Aktiver und inaktiver Bahnsteig nebeneinander

Bahnhofsgebäude Dieringhausen

Das Bahnhofsgebäude von Dieringhausen

Eingang zum Bahnhofsgebäude

Eingang zur Bahnhofshalle und zum Bahnsteig

Fahrkartenschalter Dieringhausen

Werbung am geschlossenen Fahrkartenschalter

Nächster Halt des Zuges ist Dieringhausen. Dieringhausen gehört zu Gummersbach, hat etwa 5.000 Einwohner und ist ein ehemaliger Eisenbahnknotenpunkt. Der Ort ist vor allem bei Eisenbahnfans für das in den 1980ern eröffnete Eisenbahnmuseum bekannt. Es steht auf dem Gelände des alten Betriebswerks, welches kurz zuvor geschlossen wurde, am Ort des ersten Personenbahnhofs des Ortes. In Dieringhausen zweigt von der eigentlichen Aggertalbahn die Volmetalbahn nach Hagen ab, die ja von der Oberbergischen Bahn bis Marienheide befahren wird. Die Aggertalbahn nach Olpe ist hingegen seit 1979 für Personenverkehr und 1997 auch für Güterzüge stillgelegt und teilweise bereits abgebaut. An den Bahnhof Dieringhausen ist die Strecke nicht mehr angeschlossen. Es existiert ein großes Bahnhofsgebäude, welches äußerlich zur Zeit der Exkursion renoviert wurde. In der Halle ist eine SB-Filiale der Volksbank vorhanden und das Büro einer Taxizentrale. Weiter hinten hängt ein Schild "Nie wieder Schlange stehen: Fahrkarten gibt´s auch im Reisebüro XY" - direkt neben der für immer geschlossenen Fahrkartenausgabe. Hier braucht man wirklich nie wieder Schlange zu stehen. Missglückte Werbung oder ein böser Scherz? Wer weiß.

Durch eine Unterführung gelangt man zum Bahnsteig. Ein Inselbahnsteig mit Holzdach, altem Lastenaufzug und Aufsichtsgebäude. In der Unterführung ist der Durchgang zu einem weiteren Bahnsteig zugemauert. Dieser Bahnsteig wird heute vom Wald überwuchert. Der Aufzug dort ist ein Betonskelett, ein Gebäude auf dem Bahnsteig bricht nach und nach in sich zusammen. Laternen wurden abmontiert, die Masten stehen noch im Gebüsch. An der Unterführung steht ein Schild "Verengter Bahnsteigbereich - Durchfahrt für Rollstuhlfahrer nicht geeignet". Wie zum Teufel sollen aber Rollstuhlfahrer jemals nach Dieringhausen kommen?! Die Unterführung herauf oder die Züge über die Trittstufe herunter?

Train Simulator Dieringhausen

Dieringhausen im TS: Bis aufs Dach korrekte Situation

Train Simulator BW Dieringhausen

Betriebswerk, heute Museum (Lok aus Halycons Marschbahn)

Train Simulator Stellwerk Dieringhausen

Ein Bildervergleich: das Fachwerk-Stellwerk in der Simulation - zugegebenermaßen mit etwas karger Landschaft.

Train Simulator Bahnhof Dieringhausen

Das Bahnhofsgebäude im Train Simulator. Das einzige, was fehlt
ist das Taxischild rechts. Sonst passt es doch sehr gut!

Der fleißige Spieler der Eisenbahnsimulation "Train Simulator" wird Dieringhausen aus dem ersten Addon von German Railroads "Die 70er entlang der Bigge" kennen. Hier ist die Aggertalbahn nach Olpe virtuell reaktiviert und befahrbar. Es bietet sich ein kleiner Vergleich an, in wie weit die Umsetzung stimmt. Zwar passen die Form einiger Objekte und auch das Gleisbild nicht ganz, aber die Ähnlichkeit ist nicht zu leugnen. Für das allererste Addon der Firma aus der Anfangszeit des Train Simulators damals wirklich sehr gut gemacht.

Bahnhofsgebäude Marienheide

Altes Bahnhofsgebäude von Marienheide

Bahnsteig Marienheide

Ein Bahnsteig in Handtuchbreite

Marienheide

Ortskern von Marienheide

Bahnhof Marienheide / Aggertalbahn

Supermarkt am Bahnhof

Von Dieringhausen geht es hoch nach Marienheide, der heutigen Endstation. Es handelt sich dabei um einen Bahnhof mit handtuchbreitem Bahnsteig (wo wieder die Durchfahrt für Rollstuhlfahrer untersagt wird). Zwei Leute nebeneinander können hier nicht am Zug entlang laufen und auch bei Zugeinfahrt wird es offensichtlich relativ eng. Neben dem Bahnhofsgebäude hat sich die Firma Lidl angesiedelt. Das Ortszentrum be- steht aus einem Gebäudekomplex mit wenigen Läden und Cafés. Und einigem Leerstand. Hinter dem Bahnhof zweigt die ehemalige Wippertalbahn über Wipperfürth und Hückeswagen nach Bergisch Born bei Remscheid ab, bzw. heute nur noch ein Fahrradweg. Im Jahr 1985 wurde der Personenverkehr zwischen Marienheide und Remscheid-Lennep eingestellt und durch die anfangs erwähnte Buslinie ersetzt. So schließt sich der Kreis. Oder auch nicht. Der Zug hat in Marienheide fast eine halbe Stunde Aufenthalt.

Oberbergische Bahn in Gummersbach

RB 25 "Oberbergische Bahn" in Gummersbach

Bahnhof Gummersbach

Trockene Lebensbäume im Pflanzkübel

Bahnhofsgebäude Gummersbach

Benachbartes Bahnhofsgebäude

Oberbergische Bahn in Gummersbach / Volmetalbahn

RB 25 verlässt Gummersbach für die letzte Etappe

Gummersbach

Oberbergischer Dom und Altstadtkern

Oberbergischer Dom

 

Jetzt bin ich meinem Ausgangspunkt am nächsten - gleichzeitig aber weiter entfernt denn je. Mit dem dreifachen Talent, in dem ich jetzt neben dem Triebfahrzeugführer der einzige in der vorderen Triebwageneinheit bin, fahre ich bis Gummersbach.

Gummersbachs Bahnhof ist eigentlich kein Bahnhof mehr. Das Ausweichgleis ist abgebaut. Ein geschotterter Weg führt quer über das stillgelegte Gleis zum ehemaligen Mittelbahnsteig. Die alte Unterführung ist verbrettert. Begrüßt wird man durch eine braune, vertrocknete Konifere und einem Haufen Menschen, die man besser nicht aus Versehen fotografiert. Insgesamt wirkt es hier schmuddelig. Das Bahnhofsgebäude steht kurz davor, abgerissen zu werden. In der Innenstadt wird es etwas besser, sie ist stärker belebt und besitzt eine breite Fußgängerzone. Geht man weiter, stößt man auf eine Art Altstadt mit regionstypischen Schiefergebäuden am "Oberbergischen Dom".

Bekannt ist die Stadt für ihre erfolgreiche Handball-Mannschaft, auch der schnauzbärtige Bundestrainer Brand wohnt in der Stadt. Von 1987 bis 2003 war dieser Bahnhof die Endstation aller Züge, sei es die City-Bahn oder die Regionalbahn. Weiter geht´s westwärts nach Overath.

Oberbergische Bahn in Overath

Bahnhof Overath - RB 25 fährt Richtung Köln raus

Bahnhofsgebäude Overath

... vorbildlich renoviertes Bahnhofsgebäude

Bahnhof Overath

Bahnhofsgebäude von Overath

Oberbergische Bahn in Overath

RB 25 mit falscher Zielanzeige in Richtung Marienheide

Talent in Overath

Der Gegenzug in Richtung Köln-Hansaring

Bahnhof und P&R Overath

Neben dem Bahnhof liegt ein Park-and-ride-Parkplatz

Abstellgleis Overath

Abgestellter Talent in Overath

Overath

Alte Ortsmitte

Overath ist eine 27.000-Einwohner starke Stadt und liegt wie Rösrath auch im Rheinisch-Bergischen Kreis an der Grenze zwischen dem Rheinland und dem Bergischen Land. Zwischen Köln und Overath ist die Oberbergische Bahn auf einen Halbstundentakt verdichtet. Ein P&R-Parkplatz verrät, dass es hier viele Pendler gibt, die die kurze Verbindung nach Köln nutzen. Der Bahnhof ist vorbildlich renoviert und macht einen sehr positiven Eindruck. In ihm ist offensichtlich eine Art Ausstellung untergebracht. Angeschlossen ist ein Busbahnhof.

Auf Gleis 2 pausieren zwei Talent. Einer von beiden wird aber jetzt an den eben eingefahrenen Gegenzug aus Köln, der bisher nur aus zwei Einheiten bestand, angehängt. Jetzt fährt dieser zwar dreiteilig nach Marienheide, aber auch mit zehn Minuten Verspätung. Es ist keiner in die neue Einheit eingestiegen. Der übrig gebliebene Triebwagen an Gleis 2 rangiert rückwärts bis an die Unterführung, wo bereits einige Leute warten. Kurz nachdem der Halbstunden-Taktverstärker aus Köln eintrifft, fahren wir solo aus dem Bahnhof. Das Prinzip muss ich jetzt nicht verstehen. Honrath - Hoffnungsthal - Rösrath - Köln. So schön orange die Wintersonne am Morgen - fast so wie die alten City-Bahn-Züge - aufging, so geht sie langsam auch wieder unter. Von Köln Deutz geht es mit dem RE 7 wieder auf dem selben Weg zurück, wie ich auch gekommen bin. Möglicherweise kann man in ferner Zukunft mit einem Regionalexpress von Hagen über Gummersbach nach Köln abkürzen.

Die Strecke hatte ihre Hoch- und Tiefzeiten. Doch es ist viel in Bewegung. Das meiste in letzter Zeit sehr positiv. Warten wir es ab.

Sebi on Tour - demnächst vielleicht auch in Ihrer Nähe ;-)

Links zum Thema:

Eisenbahnmuseum Dieringhausen: www.eisenbahnmuseum-dieringhausen.de
Vergleich der Simulation mit der Realität: www.museumseisenbahn.de
Die Strecke Olpe-Dieringhausen: www.nebenbahnromantik.de
Dokumentation zum Bf. Wiedenest: www.kursbucharchiv.de
Eisenbahn im Oberbergischen: www.oberbergische-eisenbahnen.de
Bürgerverein für die Volme-Agger-Strecke: www.bfs-buergerbahn.de
Streckenast Olpe-Dieringhausen im MSTS: www.german-railroads.com

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